Eisbrecher im Osten sind bereit

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Da die kalte Jahreszeit naht, droht der Schifffahrt auch in diesem Winter wieder eine Beeinträchtigung durch Eisbildung. Um für Einsätze gerüstet zu sein, werden die Eisbrecher entsprechend vorbereitet

In Hohensaaten hat das WSA Eberswalde wie jedes Jahr sechs Eisbrecher für die Freihaltung der Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße bis Niederfinow und den Oder-Havel-Kanal sowie für den Eisaufbruch der Unteren Oder stationiert, sofern sich Festeis gebildet hat und es bei Tauwetter Richtung Oderhaff zum Abschwimmen gebracht werden muss. Es sind der Elbeeisbrecher »Eber« sowie die Odereisbrecher »Usedom«, »Kienitz« »Frankfurt« »Kietz« und »Schwedt«. Die fünf letzteren werden gemeinsam mit polnischen Eisbrechern wie jedes Jahr den Eisaufbruch vollziehen.

Das WSA Berlin setzt in seinem Bereich drei Eisbrecher vom Typ Havel ein, um der Schifffahrt zu helfen, sofern es erforderlich wird. Es sind »Seelöwe«, Seehund » und »Seeotter«. Der »Seelöwe« befand sich am 4. Dezember noch auf der Werft Malz kurz vor der Fertigstellung, ist aber in Kürze einsatzfähig.

Das WSA Berlin setzt seine Schiffe außerdem für den Schutz seiner technischen Anlage wie Schleusen und Wehre auf den innerberliner Wasserstraßen, auf dem Teltow-Kanal und dem Oder-Spree-Kanal ein. Zur Unterstützung wird dem Amt auch vom WSA Eberswalde der Odereisbrecher »Oderberg« zur Verfügung gestellt.

Das WSA Brandenburg setzt insgesamt fünf Eisbrecher ein, davon den Haveleisbrecher »Eisbär« im ABZ Brandenburg selbst, den Eisbrecher »Seestern« in Genthin für den Elbe-Havel-Kanal bis Wusterwitz, den »Seeadler in Wittenberge in Abstimmung mit dem WSA Magdeburg, den »Otter«, ein Arbeitsschiff mit Eisbrecheigenschaften im Bereich Rathenow auf der UHW und den Hilfseisbrecher »Rhin« im Gnevsdorfer Vorfluter an der Havelmündung.

Das WSA Magdeburg hat vier Elbeeisbrecher für das Offenhalten der Häfen und Kanalstrecken in seinem Gebiet vorbereitet. Zwei sind in Magdeburg direkt stationiert. Sie werden für die Offenhaltung der Magdeburger Häfen einschließlich des Wasserstraßenkreuzes und des Schleusenvorhafens Niegripp sowie der Mittelland-Kanalstrecke bis nach Bülstringen in Abstimmung mit dem WSA Uelzen eingesetzt. Ein Eisbrecher ist in Aken stationiert, der für das WSA Dresden die Elbehäfen oberhalb der Saalemündung wie Roßlau, Torgau, Mühlberg, Riesa und Dresden sowie die Schutzhäfen offenhält, soweit das erforderlich ist. Im Hafen Tangermünde ist ebenfalls eines dieser Spezielschiffe stationiert, das praktisch die Häfen Arneburg, Wittenberge und Dömitz offenhält und in Abstimmung mit dem WSA Brandenburg auch bis in die Untere Havelwasserstraße eingesetzt werden kann.

Alle Ämter von Elbe bis Oder fühlen sich also gut gerüstet, und ihre Eisbrecher sind über das Jahr auf der Werft Malz und der Neuen Oderwerft Eisenhüttenstadt gut für den Winterdienst vorbereitet worden.

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