20 Jahre erfolgreiche Arbeit im SHV

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Auf der Jahreshauptversammlung des Sächsischen Hafen und Verkehrsvereins (SHV) im Dresdner Alberthafen konnte eine erfolgreiche Bilanz der Arbeit gezogen werden. Es war gleichzeitig der Auftakt für das 20-jährige Jubiläum in diesem Jahr

Vereinsvorsitzender Detlef Bütow konnte eine gute Bilanz der vergangenen Jahre vorlegen. Besonders aktiv zeigte sich der Verein als Mitglied der Elbe-Allianz mit seinen Initiativen für Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen. Hier habe er einen aktiven Beitrag zur Erarbeitung des Gesamtkonzeptes Elbe geleistet, das im Juni vergangenen Jahres vom Bundestag bestätigt wurde.

Der SHV hat gegenwärtig 138 Mitglieder, deren überwiegender Teil sich aus Unternehmen der Verkehrswirtschaft, von Behörden und der produzierenden und verladenden Wirtschaft und einzelnen Personen zusammensetzt. Das 20-jährige Vereinsjubiläum, so Bütow, werde am 18. April festlich auf einem Salondampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt begangen.

Zu den Arbeitshöhepunkten jedes Jahres zählen regelmäßige Veranstaltungen.Das sind zum Beispiel monatliche Wirtschaftstreffen im Vereinslokal »Maschine«, auf denen sich meistens Unternehmen vorstellen, die Vereinsmitglieder sind oder es gerade werden. Neben der Vorstellung ihres Portfolios erläutern sie auch, welche Verbindung sie zur Binnenschifffahrt und der Hafenwirtschaft haben.

Auch diesmal fand so ein Wirtschaftstreffen statt. Es war bereits das 237. Klaus Kautz, Leiter des Wassterstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Dresden, hielt einen Vortrag mit dem Titel »Gesamtkonzept Elbe – die künftige Entwicklung der deutschen Binnenelbe«.

Exkursion nach Norddeutschland

Jährlich führt der SHV über ein verlängertes Wochenende eine Fachexkursion zu einem wichtigen Schifffahrts- oder Hafenstandort durch. Im vorigen Jahr war Wilhelmshaven mit dem JadeWeserPort das Ziel sowie die Meyer-Werft in Papenburg. Die Exkursionskosten tragen die Mitglieder selbst.

Im November jedes Jahres findet der Sächsische Hafenball statt, der immer gut besucht ist. Auf dem Traditionsschiff des SHV, der »Waltraut«, einem Plauer-Maß-Kahn, finden jährlich vier freiwillige Arbeitseinsätze zur Pflege und für den weiteren Ausbau des Museumsschiffs statt.

Bei der »Waltraut« handelt es sich um eines der letzten auf der Schiffswerft Breitenhagen gebauten Schiffe. Die 1913 fertiggestellte Einheit ist die letzte ihrer Art, die noch auf der Elbe gefahren ist. Die restlichen Jahre verbrachte das Schiff als Lagerkahn im Dresdner Alberthafen, bis es sein Eigner Rudolf Dressler aus Stadt Wehlen dem SHV übereignet hat.

Detlef Bütow würdigte besonders das Vereinsmitglied Stefan Kunze. Als Vorsitzender der Elbe-Allianz habe Kunze die fünfjährige Arbeit an der Entstehung des Gesamtkonzeptes Elbe führend geleitet und die Vereinsmitglieder stetig über das Konzept sowie über den laufenden Arbeitsprozess unterrichtet.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung fand das 237. Wirtschaftstreffen des Vereins statt, zu dem Dresdens WSA-Leiter Klaus Kautz einen Vortrag über die Entwicklung der Elbe vom Naturstrom zum Kulturstrom und über den Inhalt des Gesamtkonzeptes Elbe hielt. .

Die Schifffahrt auf der Elbe sei seit rund tausend Jahren belegt, erste Deichbauten und Uferbefestigungen sein für das 11. Jahrhundert belegt. Der Beginn einer planmäßigen Unterhaltung des Stromes habe nach der Elbschifffahrtsakte des Wiener Kongresses von 1815 und nachfolgender Kongresse begonnen, informierte Kautz.

Das nun durch den Bundestag bestätigte Gesamtkonzept Elbe soll durch Unterhaltungsmaßnahmen und Reparaturen an Wasserbauwerken eine Fahrrinnentiefe von 1,40m an 345 Tagen im Jahr garantieren.

Zu seinem Amt gehören von der Grenze zu Tschechien bis zur Mündung in die Saale 290,7km Wasserstraße, 2.154 Buhnen und 225km Deck- und Leitwerke, die zu unterhalten beziehungsweise zu reparieren seien, so Kautz.

In einem kurzen Schlusswort bedankte sich Bütow bei Kautz für dessen informativen Vortrag und darüber hinaus bei all denen, die von der SHV-Seite in den fünf Jahren an der Erarbeitung des Gesamtkonzeptes Elbe mitgewirkt haben. Gleichzeitig stellte er jedoch mit Bedauern fest, dass sich die an der Arbeit beteiligten Umweltverbände bereits wieder von dem verabschiedet haben, dem sie zugestimmt hatten.
Christian Knoll

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