Print Friendly, PDF & Email

Im Projekt FAIRway Danube werden aktuelle Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen länderübergreifend harmonisiert und instandgehalten. Politik und Wirtschaft sind mit dem Fortgang zufrieden.

FAIRway Danube unterstützt aktiv die Wasserstraßenverwaltungen von sechs Ländern entlang der Donau, um die Maßnahmen in den jeweiligen Abschnitten nachhaltig zu verbessern. Am 28. November 2017 zogen die Projektpartner Zwischenbilanz zu den Projektfortschritten unter Leitung des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und viadonau. Maja Bakran Marcich, stellvertretende Generaldirektorin für Mobilität und Transport der Europäischen Kommission sowie Vertreter der Logistikbranche zeigten sich mit den Zwischenergebnissen von FAIRway Danube sehr zufrieden.

Foto: viadonau

Von 2015 bis 2020 engagieren sich die Projektpartner von FAIRway Danube, aktuelle Informationen zu Seichtstellen, Wasserständen und Pegelprognosen länderübergreifend zu harmonisieren. Durch eine Anpassung der Fahrrinne an die Wassertiefen und am besten geeigneten nautischen Bedingungen werden verfügbare Tiefen optimal genutzt. Parallel dazu strebt FAIRway Danube eine harmonisierte Instandhaltung der Donau und der schiffbaren Nebenflüsse an. Die Pilotaktivitäten der neuen vereinheitlichten Dienste für Nutzerinnen und Nutzer der Wasserstraße, technische Spezifikationen und der Gebrauch des Equipments sind ein bedeutender Bestandteil von FAIRway Danube.

Bis Dezember 2017 wurden bereits folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Die nationalen Aktionspläne, die Informationen zu den Fahrwasserverhältnissen und geplanten Maßnahmen bereitstellen, wurden zwei Mal pro Jahr aktualisiert. Die jeweiligen Berichte bildeten außerdem eine Grundlage für die Verkehrsministerinnen und -ministertagung in Rotterdam am 20. Juni 2016.
  • Am 25. Oktober 2017 wurde in Vukovar (Kroatien) das erste Vermessungsschiff getauft. Das Schiff bietet genauere Fahrwasserdaten sowohl für Schifffahrtstreibende als auch für die Wasserstraßenverwaltungen.
  • Noch in diesem Jahr werden zusätzliche Schiffe für Bulgarien, Rumänien und die Slowakei geliefert. Durch den Betrieb der Schiffe wird die Kennzeichnung der Wasserstraße verbessert.
  • In Kroatien werden aktuell neun Pegelstellen aufgebaut. Die Vorbereitungen für weitere 30 Pegelstellen wurden bereits getroffen, sodass diese noch 2018 in Betrieb genommen werden können.
  • Basierend auf der Machbarkeitsstudie zur Sanierung der Schleusen in Gabčíkovo (Slowakei), die im Rahmen von FAIRway Danube erstellt wurde, wurde ein Connecting Europe Facility Projekt im Wert von 145 Mio. € von der Europäischen Kommission genehmigt.
  • Auch heuer wird eine Reihe von nationalen Nutzerforen organisiert, um Feedback von wichtigen privaten und öffentlichen Stakeholdern einzuholen.

2018 stehen laut viadonau die Fertigstellung der Schiffe und der Aufbau der Pegelstellen, aber auch die Bereitstellung von aktuellen und vereinheitlichten Informationen zu Seichtstellen im Mittelpunkt. So liefere FAIRway Danube einen wertvollen Beitrag zur Realisierung des Fairway Masterplans zur Instandhaltung der Donau und ihrer schiffbaren Nebenflüsse.