Würzburg rüstet auf

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Die unterfränkische Stadt am Main erfreut sich großer Beliebtheit bei Flusskreuzfahrern. Mit einer weiteren Anlegestelle für Personenschiffe – das wäre dann Nummer neun – wird die Kapazität noch einmal ausgebaut

Seit dem Jahr 2000 verzeichnet der Würzburger Hafen einen beinahe ununterbrochenen Zuwachs bei den Anläufen von Fahrgastkabinenschiffen. Allerdings: Seit 2016 scheint mit rund 1.070 Anläufen nach einem explosiven Wachstum zwischen 2013 und 2015 erst einmal die Spitze erreicht zu sein. Nach den Immobilien als größte Erlösgruppe der Hafengesellschaft folgt bereits seit Jahren die Personenschifffahrt an zweiter Stelle.

An der Mainlände bei der Löwenbrücke gibt es derzeit zwei Anlegestellen für Flusskreuzfahrtschiffe, die 2005 und 2012 in Betrieb genommen wurden. Nach dem Umbau sollen hier drei Schiffe Platz finden, derzeit ist hier noch Baustelle. Die neue Anlegestelle »Lände 2« soll, wenn alles nach Plan läuft, Mitte Juli dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

An den beiden Anlegestellen im Alten Hafen gibt es ebenfalls Liegeplätze für drei Flusskreuzfahrschiffe, die in den Jahren 2000 und 2015 in Betrieb genommen worden waren. Im Flusshafen gibt es drei Plätze für Flusskreuzfahrtschiffe. In Betrieb genommen in den Jahren 2000, 2014 und 2017, zeigt die Staffelung, wie der Würzburger Hafen dem Kreuzfahrtboom Rechnung trägt. Rund 150.000 Schiffstouristen besuchen den Standort im Jahr, durchschnittlich bringt jedes Schiff 140 Gäste nach Würzburg. Die Schiffe liegen meist von früh bis abends. Nur vereinzelt legen manche erst mittags an oder fahren mittags schon ab.

Seit 2010 bietet Würzburg den Schiffen eine Versorgung mit Landstrom und Trinkwasser sowie eine Müllentsorgung.

Beim Güterumschlag musste der Hafen 2017 einen Tonnagerückgang hinnehmen. Der Gesamtumschlag ging gegenüber 2016 von 1,206.848 t auf 1.123.573 t zurück. Über die Bahn wurden etwas weniger abgefertigt, der wasserseitige Umschlag legte dagegen deutlich zu.

Zu den im Hafen verladenen Gütern zählen insbesondere land- und forstwirtschaftliche Erzeugnisse, Nahrungs- und Futtermittel, Kohle, Steine, Baustoffe und Düngemittel, aber auch Gefahrengüter wie Mineralölerzeugnisse, Öl und technische Gase.

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