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Im bayernhafen Aschaffenburg wurden 2017 über die beiden Verkehrsträger Schiff und Bahn insgesamt 1,07 Mio. t Güter umgeschlagen, 2,4 % weniger als im Vorjahr.

Die bayernhafen Gruppe, zu der neben Aschaffenburg auch die Hafen-Standorte Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau gehören, setzte auch 2017 ihre Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. So stieß die bayernhafen Gruppe 2017 Investitionen im bayernhafen Aschaffenburg in Höhe von rund 11,7 Mio. € an.

Der Schiffsgüterumschlag lag mit 801.000 t um 1,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten die Güterklassen Steine und Erden sowie Mineralöl aus. Um rund 20 % auf 120.000 t gestiegen ist der Umschlag von Kohle für das Kraftwerk der nahegelegenen Papierfabrik. Dabei wird die Kohle von den europäischen Seehäfen über Rhein und Main angeliefert.

270.000 t wurden im vergangenen Jahr im bayernhafen Aschaffenburg per Bahn transportiert, das sind 12,1 % weniger als 2016. Rückgänge zeigten sich unter anderem bei Containern, Holz und Schrott, so gab es bei letzterem Verlagerungen auf das Schiff.

Der Containerumschlag per Schiff und Bahn beläuft sich in 2017 auf gesamt 22.230 TEU. Nach dem starken Zuwachs 2016 ist das ein Rückgang von 16,3 %. Nun liegt das Segment wieder auf dem Niveau von 2015.

Schiff und Bahn stärken

2017 wurden im bayernhafen Aschaffenburg über mehrere Jahre laufende Investitionen in Höhe von rund 11,7 Mio. € angestoßen. So werden zum Beispiel im Rahmen der Modernisierung des Hafenbahnhofs die Gleisanlagen im Layout neu geordnet und ganzzuglange Gleisanlagen geschaffen. Dies erhöht den Abstand zur Wohnbebauung sowie die Sicherheit im Rangierbetrieb und reduziert nachhaltig die Lärm- und Abgas-Emissionen.

Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Mio. €. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur.

Über Erbbaurechts- und Mietverträge bietet der bayernhafen Aschaffenburg seinen Kunden Eigentum auf Zeit. Dies ermöglicht den Nutzerwechsel auf ein und derselben Fläche und reduziert Leerstand. Es garantiert eine nachhaltige Nutzung, das heißt Flächenrecycling geht vor Bauen auf der grünen Wiese.

So zeigte sich Wolfgang Filippi erfreut über die Werkseröffnung der Firma Rail.One im April diesen Jahres: »Die Ansiedlung von RAIL.ONE auf 35.000 qm ist der erste Meilenstein in der Konversion des ehemaligen Umspannwerks, auf dessen Flächen nach dem Rückbau seit Ende 2015 100.000 qm zur Nachnutzung zur Verfügung stehen.« Die Gesamtinvestition für das neue Werk für Betonschwellen, in dem Rail.One knapp 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung beschäftigt, beträgt 10 Mio. €. Bereits in den Jahren 2002 bis 2007 konnte auf den früheren Flächen eines Kohlekraftwerks unter anderem Europas größter Laubholzsäger Pollmeier angesiedelt werden.

Bereits Ende September 2017 nahm die Aschaffenburger Versorgungs-GmbH (AVG) auf dem Gelände ihres Biomasseheizkraftwerks im bayernhafen Aschaffenburg eine neue Klärschlamm-Trocknungsanlage in Betrieb, Investitionsvolumen ca. 2,5 Mio. €.

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