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Seit Wochen ist die Schifffahrt deutschlandweit durch Niedrigwasser beeinträchtigt. An der Donau auf dem Streckenabschnitt zwischen Straubing und Deggendorf hat der Pegel in Pfelling nun den historischen Tiefstand von 2,28 m erreicht, was einer Fahrrinnentiefe von 1,38 m entspricht.

Damit fiel er nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Regensburg um 2 cm im Vergleich zum vorherigen Tiefstwert. Im Gegensatz zum Hochwasser, wo oberhalb eines bestimmten Was- serstandes, dem sogenannten „Höchsten Schifffahrtswasserstand“ (HSW) die Schifffahrt automatsch per Rechtsverordnung (Donauschifffahrtspolizeiverordnung) gesperrt ist, erfolgt bei Niedrigwasser keine offizielle Sperrung. Die Schifffahrt käme bei sinkenden Pegelständen nach und nach von alleine zum Erliegen, so das WSA Regensburg. Einen ersten Grenzwert gibt es nicht. Da jedes Schiff unterschiedlich gebaut sei, würden sich unterschiedliche Leertiefgänge ergeben.

Fahrgast- und Güterschiffe betroffen

Nach Angaben der Behörde bewegen sich die Tiefgänge großer Fahrgastschiffe zwischen 1,40 m und 1,90 m, Hier komme es also schon bei Fahrrinnentiefen unterhalb von 2,0 m zu Einschränkungen, während die Güterschifffahrt noch fahren könne. Unterhalb einer Fahrrinnentiefe von 1,50 m komme auch die Güterschifffahrt zum Erliegen. Demnach können zwischen Straubing und Deggendorf aktuell also weder große Fahrgastschiffe noch Güterschiffe fahren.

Der niedrige Abfluss an der Donau bereitet der Schifffahrt aber nicht überall Schwierigkeiten. Nur im Streckenabschnitt zwischen Straubing und Vilshofen, wo der Fluss frei fließt, stellten sich in diesen Tagen und Wochen niedrige Wasserstände ein. Oberhalb dieses Abschnittes zwischen Kelheim und Straubing und unterhalb zwischen Vilshofen und Jochenstein sorgten Staustufen auch in trockenen Zeiten mit wenig Wasserabfluss für einen garantierten Mindestwasserstand, heißt es.