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In Gleesen am Dortmund-Ems-Kanal (DEK) ist der Baustart für die neue Schleuse erfolgt. Es ist das erste von fünf Bauwerken, das am DEK an die Anforderungen der modernen Schifffahrt angepasst wird.

Nachdem mit dem Ausbau der Südstrecke des Kanals bereits ein wichtiger Lückenschluss erreicht worden sei, sei der Ersatz der Schleuse Gleesen ein wesentlicher Baustein für die Modernisierung der Nordstrecke, so die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Hauptauftragnehmer ist die Johann Bunte Bauunternehmung aus Papenburg.

»Wir brauchen leistungsfähige Wasserstraßen, um die Verkehre der Zukunft zu meistern. Damit entlasten wir unsere Straßen vom steigenden Güterverkehr und sorgen für eine intermodale Mobilität an einer unserer wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands«, sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. In das Gesamtprojekt inklusive der Schleuse Gleesen investiert der Bund rund 550 Mio. €.

Zukünftig können Großmotorgüterschiffe (GMS) mit einer maximalen Länge von 135 m die Schleusen passieren. Nach dem Beginn vorbereitender Arbeiten am Standort Gleesen, starten jetzt die Bauarbeiten für den Ersatz des Schleusenbauwerks.

Der Ersatz der Schleuse Gleesen sei ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Er trage entscheidend zu einem durchgängigen und leistungsstarken Wasserstraßensystem bei«, so Heinz-Josef Joeris, Abteilungsleiter Wasserstraßen in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Mit der finanziellen Unterstützung von 15 Projektpartnern aus der Region sei es gelungen, das Projekt zügig auf den Weg zu bringen und den Planungsprozess deutlich zu verkürzen, so die WSV.

»Mit der Finanzierung von Planungspersonal dokumentieren die regionalen Vertragspartner ihr Engagement für diese wichtige Infrastrukturmaßnahme und ihre große Bedeutung für die Region«, bekräftigt Reinhard Winter, Landrat des Landkreises Emsland. Der Baubeginn sei der erste konkrete Schritt zur Durchgängigkeit des DEK.

Der DEK ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands. Insgesamt werden an der Nordstrecke fünf Schleusen ersetzt. In Niedersachsen sind das die Schleusen Venhaus, Hesselte und Gleesen, in Nordrhein-Westfalen die Schleusen Bevergen und Rodde. Darüber hinaus werden im Kanalnetz etliche Brücken für den gängigen zweilagigen Containerverkehr angepasst.
Träger des Bauvorhabens ist das Wasserstraßen- und Neubauamt (WNA) Datteln.
Die Anpassung der DEK-Nordstrecke ist im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als Projekt mit vordringlichem Bedarf verankert.