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Der Hafen Krefeld und das Unternehmen G. Siempelkamp haben einen unbefristeten Kooperartionsvertrag geschlossen. Dadurch soll der Zugang zu Schwergütern gesichert werden.

Im Wesentlichen wollen die Partner sich frühzeitig und regelmäßig über bauliche Planungen im Hafen abstimmen. So solle der Zugang für den Umschlag von Schwergütern gewährleistet bleiben, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit des in Krefeld ansässigen Maschinenbauunternehmens zu gewährleisten, hieß es.

Kurze und nachfrageorientierte Lieferzeiten seien von hoher Beutung für Spezialanbieter. Die Siempelkamp-Gruppe ist ein internationaler Technologiekonzern mit Stammsitz in Krefeld. Gegründet 1883, bündelt sie heute 25 Unternehmen, sieben Vertriebsgesellschaften sowie internationale Produktionsstandorte in Italien, Tschechien und China.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Großaufträge aus dem Werk in Krefeld über den Hafen zum Export verschifft. Siempelkamp ist System-Lieferant von Pressenstraßen und kompletten Anlagen für die Holzwerkstoffindustrie, die Metallumformung sowie die Composite- und die Gummiindustrie. In einer der größten Handformgießereien fertigt das Unternehmen Großgussteile mit einem Gewicht von rund 300 t pro Stück. Die Siempelkamp Behältertechnik liefert Transport- und Lagerbehälter für radioaktive Abfälle, während die Siempelkamp NIS Ingenieurgesellschaft auf den Rückbau kerntechnischer Anlagen spezialisiert ist.

In Krefeld bündelt Siempelkamp zwei entscheidende Kernkompetenzen: die Leistungen des Maschinen- und Anlagenbaus und die der Handformgießerei. Diese Kombination sei im Markt einmalig. Am Standort entstehen nicht nur Großgussteile, sonders sie können auch direkt einbaufertig bearbeitet werden. »Ein Unique Selling Point, der die Leistungen für unsere Kunden besonders attraktiv macht«, so das Unternehmen.

Ferner produziert Siempelkamp in Krefeld unter anderem technisch Teile für Pressenanlagen. Dazu gehört auch die Schaltschrankfertigung der Siempelkamp-Tochter ATR Industrie-Elektronik. In den vergangenen sieben Jahren hat das Unternehmen über 200 Mio. € am Standort investiert – unter anderem in die Ausrüstung des Maschinenparks. So will Siempelkamp seine Marktposition sichern und den Kunden modernste Fertigungstechnik bieten.