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Die RailRunner Europe GmbH hat einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in Hamburg gestellt wurde. Grund sind Zahlungsschwierigkeiten.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg wurde die Rechtsanwältin Susanne Riedemann, zur vorläufigen Insolvenzverwalterin über das Vermögen der RailRunner Europe bestellt. Nach Angaben der Geschäftsleitung soll das Unternehmen in einem Regelinsolvenzverfahren saniert und neu strukturiert werden.

In den vergangenen 18 Monaten hatte RailRunner versucht, einen intermodalen Dienst zwischen Braunschweig und Bratislava (Slowakei) zu etablieren. Dabei waren kranfähige Trailer, Wechselbehälter, Container und Taschenwagen eingesetzt worden. Unter rund 200 Kunden stammte der Großteil des Geschäfts aus dem Autoteile- und Komponentenverkehr.

Mehrere Faktoren hätten negativ auf den Betrieb gewirkt, heißt es. Zum einen hätten lange Wartezeiten beim Be- und Entladen die Kosten für die erste und letzte Meile erhöht. Zum anderen habe der Wiederaufbau der Gleisinfrastruktur auf der Strecke durchs Elbtal die Transportleistung verringert. Außerdem hätten Kunden »extrem lange Zahlungsfristen« gefordert. All das habe letztlich in die Insolvenz geführt.

Die extremen Wetterbedingungen in Südostdeutschland und Südosteuropa sowie die allgemeine Konjunkturlage hätten Umsatz und Cashflow zusätzlich unter Druck gesetzt. »Die RailRunner Europe GmbH hat in den vergangenen 18 Monaten enorme Fortschritte gemacht«, sagte Charles Foskett, Geschäftsführer und CEO bei RailRunner. Die angestrebte Sanierung könne jetzt aber helfen, die die internen Abläufe zu straffen und die finanzielle Situation zu ordnen.