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Startschuss für eine verbesserte Interessenvertretung der europäischen Binnenschifffahrt: Die IWT-Plattform nahm in Brüssel im Rahmen eines Festaktes offiziell ihre Arbeit auf.

Rund 60 hochrangige Vertreter aus Gewerbe, Politik und Verwaltung folgten der Einladung in die Niederländische Botschaft, um einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben zu geben. Die IWT war 2018 von den europäischen Dachverbänden EBU (European Barge Union) und ESO (European Skipper’s Organisation) gegründet worden.

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) ist mit seinem Präsidenten Martin Staats (MSG) im »management board« vertreten. Außerdem stellt der Verband in zwei von insgesamt fünf Komitees die Sekretäre: Erwin Spitzer in »Environment & Safety« sowie Gerit Fietze in »Social & Education«.

Die Sekretäre gestalten maßgeblich die Belange des Binnenschifffahrtsgewerbes in ihren Arbeitsbereichen mit und vertreten die Interessen der Branche, unter anderem in Brüssel, Straßburg und Genf – den maßgeblichen Orten für die Regelsetzung für den »nassen« Verkehrsträger.

Paul Goris, Präsident der EBU wie auch der IWT-Plattform, betonte in seiner Ansprache die herausragende Bedeutung der Stiftung für das Gewerbe. Ziel sei der Zusammenschluss von Experten und deren Wissenstransfer, wovon nicht nur die Mitglieder der nationalen Verbände, sondern auch die gesamte Binnenschifffahrtsgemeinschaft einschließlich aller maßgeblichen Akteure des Gewerbes profitieren sollen. Goris unterstrich, dass der europäischen Binnenschifffahrt eine Schlüsselrolle dabei zukommt, die durch den Güterverkehr verursachten Emissionen zu reduzieren und dadurch auch einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der europäischen und internationalen Klimaziele zu leisten.

Zu den Ehrengästen zählte auch Henrik Hololei, Generaldirektor der DG MOVE bei der Europäischen Kommission, der in seiner Grundsatzrede auf die vorhandenen Potenziale für eine verstärkte Verlagerung von Gütern von der Straße auf die alternativen Verkehrsträger Binnenschifffahrt und Bahn hinwies.

Voll ausgeschrieben heißt die neue Stiftung »European Inland Waterway Transport platform«. Sie besteht aus dem »board of management«, besetzt mit jeweils drei Vertretern von EBU und ESO, dem »advisory board«, in dem Vertreter der involvierten Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich) mitwirken, den Generalsekretären (Secretary General) von EBU und ESO, Theresia Hacksteiner und Gerard Kester, sowie dem Koordinator Nik Delmeire und den Komitees.