Print Friendly, PDF & Email

Im zweiten Jahr in Folge hat der niederländisch-belgische North Sea Port einen Rekord verzeichnet. 2018 gingen insgesamt 70,3 Mio. t per Seeschiff (+5,5 %) und Binnenschiff 58 Mio. t (+2,5 %) über die Kaikanten. Zu den 128,3 Mio. t kommen noch 10 bis 12 Mio. t, die per Pipeline transportiert werden.

Wie der Hafen mitteilt, hat es in allen Segmente Zuwächse gegeben. Schüttgut macht fast die Hälfte der umgeschlagenen Güter aus. Dieser Bereich wuchs um 4,6 % auf 32,8 Mio. t. Starke Aktivitäten auf den Baumärkten hätten zu einem verstärkten Umschlag von Sand, Kies und Baustoffen geführt, so der Hafenverbund. Der Kohleumschlag, vor allem für die verarbeitende Industrie nahm leicht zu und auch die landwirtschaftlichen Produkte verbesserten sich gegenüber 2017. Der Umschlag nasser Massengüter stieg auf 20,5 Mio. t (+6,3 %). Hauptgrund seien das starke Wachstum in der Chemie und Petrochemie sowie beim Handel mit Biodiesel.

Containerumschlag zieht stark an

Der Umschlag konventioneller Stückgüter erlebte einen Anstieg von 4,5 % auf 11,8 Mio. t. Der Umschlag von Containern mit Seeschiffen verzeichnete ein besonders starkes Wachstum von 61 % auf 1,7 Mio. t. Dies sei auf neue Dienstleistungen und die Zunahme der Anzahl der Kühlcontainer zurückzuführen, hieß es. Einzig beim RoRo-Verkehr musste North Sea Port einen Rückgang von 3,4 % auf 3,5 Mio. t hinnehmen.

Binnenschifffahrt legt ebenfalls zu

Auch die Binnenschifffahrt ist für den Hafenverbund weiterhin von großer Bedeutung, auch hier gab es ein Rekordjahr. Die Menge umgeschlagener Güter stieg um 2,5 % auf 58 Mio. t an.

Terneuzen ist Teil des Hafenverbunds North Sea Port. Dazu zählen auch Vlissingen und Borssele am anderen Ufer der Schelde sowie Gent in Landesinneren
Terneuzen ist Teil des Hafenverbunds North Sea Port. Dazu zählen auch Vlissingen und Borssele am anderen Ufer der Schelde sowie Gent in Landesinneren. © North Sea Port

Der North Sea Port umfasst die niederländischen Häfen Vlissingen, Borssele und Terneuzen sowie das belgische Gent. Ende 2017 wurde die Fusion zu einem Standort vollzogen. Der Fokus liegt vor allem auf der europäischen Küstenschifffahrt sowie auch auf dem transatlantischen Warenfluss. Europa ist mit 61 % der wichtigste Kontinent. Dahinter folgen Süd- und Nordamerika mit 16 und 14 %. Afrika (4 %), Asien (3 %) sowie Ozeanien (2 %) übernehmen nur eine Nebenrolle. Die Verteilung sei identisch mit der aus dem Jahr 2017, hieß es.

Für das laufende Jahr ist der Hafenverbund nach eigenen Angaben »vorsichtig optimistisch.« Die Nachfrage nach Gewerbeflächen im Hafen sei nach wie vor hoch, allerdings bereite der bevorstehende Breit und das nachlassende Wirtschaftswachstum Sorge. Darüber hinaus habe sich das Umschlagwachstum wie erwartet Mitte 2018 etwas verlangsamt.

Teilen: