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Der Zustand der Binnenwasserstraßen, insbesondere der Schleusen, bereiten der Industrie in Nordrhein-Westfalen große Sorgen. Konkrete Maßnahmen stehen weiter aus.

Mehr als 30 Vertreter aus dem Bundesverkehrsministerium, der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, den Landesministerien für Verkehr und Wirtschaft, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Hafenbetreiber, Binnenschiffer und Vertreter aus den betroffenen Kommunen und Unternehmen in Dorsten und Marl, um über die dringend notwendigen Kanalsanierungen zu sprechen.

»Für den VCI NRW ist ganz zentral, dass Bund und Land an einem Strang ziehen und es nun zügig zum Beginn der dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen kommt«, sagte Hans-Jürgen Mittelstaedt, Geschäftsführer des Verbandes Chemische Industrie (VCI) in NRW. »Entscheidend ist, dass dringend Taten folgen.«

Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: »In Nordrhein-Westfalen gibt es auf den Wasserstraßen einen enormen Investitionsbedarf. Wirtschaft und Politik haben ein gemeinsames Interesse, dass der Bund die Infrastruktur für die Schifffahrt auf Vordermann bringt.«

Reinhard Klingen, Abteilungsleiter Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesverkehrsministerium, verwies auf den in Kürze zu erwartenden Masterplan Binnenschifffahrt, den Bundesminister Scheuer Mitte Mai vorstellen werde. »Damit stellen wir die Weichen für das System Schiff-Wasserstraße für das nächste Jahrzehnt.«

Niedrigwasser und Engpässe an den Schleusen machten es deutlich: Zuverlässige Wasserstraßen sind eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Chemie- und Stahlindustrie in Deutschland. Auf einer Regionalkonferenz »Binnenwasserstraßeb NRW« am 28. Mai in Duisburg soll ein Maßnahmenplan für die Wasserstraßen in Nordrhein-Westfalen vorgelegt werden. »Damit setzen wir klare Prioritäten für das westdeutsche Kanalnetz«, so Klingen. (ga)

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