Print Friendly, PDF & Email

Das Innovationsforum »E-MoBis« soll den Umstieg auf Antriebskonzepte zur Reduzierung von Treibhausgasen sowie SOx-, NOx- und Partikel-Emissionen in der Binnen- und Küstenschifffahrt zügig Maßnahmen befördern.

Das Potenzial der rasanten und vielfältigen Entwicklung im Bereich der E-Mobilität und deren Hybrid-Varianten kann allerdings in den heterogen strukturierten, vorwiegend dem KMU-Segment zuzuordnenden Unternehmen der Binnen- und Küstenschifffahrt wegen fehlender Ressourcen kaum angemessen gehoben werden.

Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eförderten Innovationsforum »E-MoBis« wollen die Bremische Hafenvertretung, BHV, und die Maritime Allianz Ostsee, MAO, ein Netzwerk auf-bauen, um den Sachstand, Forschungsergebnisse und Ideen zu klimaneutralen An-triebskonzepten, marktfähigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen zu bündeln und die (Weiter-) Entwicklungen zu fördern.

Entscheidungsträger und Akteure der Hafen-, Binnen- und Küstenschifffahrt sollen so in die Lage versetzt werden, für ihren jeweiligen Anwendungsfall passende technische Lösungen zur Abkehr von fossilen Treibstoffen zu finden. Während der neunmonatigen Projektlaufzeit (Mai/19 –Jan/20) soll mit Schiffsbetreibern, Schiff-/ Maschinenbau, Forschung & Entwick-lung, Klassifikation, Politik und Verwaltung gearbeitet und die Ergebnisse im Rahmen einer zweitägigen Fachkonferenz in Bremen präsentiert werden. Mit dem Thema konfrontierte Unternehmen und Personen sind eingeladen, sich an der Projektarbeit zu beteiligen.

Ende 2017 tagte in Bonn die 23. Konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (COP 23), auf der die auf dem Pariser Klimagipfel verbindlich beschlossene Verpflichtung bekräftigt wurde, die globale Erwärmung auf 1,5 bis 2° C über dem vorindustriellen Temperaturniveau zu begrenzen. Im Verkehrssektor werden seitdem große Anstrengungen unternommen, die klimaschädlichen Abgase zu reduzieren. Unter anderem strebt die EU hierfür an, bis 2030 mehr als 30% des Güteraufkommens über 300 km Transportlänge von der Straße auf die Schiene und die Binnen- und Küstenschifffahrt zu verlagern.

Teilen: