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Die Arbeiten an der durch eine Havarie eines Fahrgast-Kabinenschiffes beschädigten Schleuse Riedenburg am Main-Donau-Kanal gehen planmäßig voran. Am Mittwoch, 19. Juni um 22 Uhr soll der Verkehr wieder freigegeben werden.

Der vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Donau MDK aufgestellte
Projektplan zur Instandsetzung der Schleuse Riedenburg bleibe aber sehr ambitioniert, heißt es. Die einzelnen erforderlichen Instandsetzungsarbeiten, für welche insgesamt acht Bau- und Dienstleistungsunternehmen sowie die eigenen Industriemechaniker, Elektroniker und Wasserbauer im Einsatz seien, seien sehr eng getaktet. Dies stelle »höchste Anforderungen an die eingesetzten Ingenieurinnen und Ingenieure des WSA Donau MDK, die im Team fast durchgehend hierfür auf der Baustelle sind, um auch auf Änderungen sofort reagieren zu können.« Zeitpuffer seien im Plan nicht eingebaut.

Einige »kniffelige Hürden« hätten in den vergangenen Tagen erfolgreich überwunden werden können. Nicht zuletzt deshalb sei die Instandsetzungsmaßnahmen weiterhin im Zeitplan.
»Nachdem heute die aufwendige Spezialverankerung in den Beton eingebaut sein wird, wird im Laufe des Samstags der in 3 unterschiedlichen Werken gefertigte 6 m lange Kantenschutzholm auf die Schleuse geliefert, montiert und an die Betonverankerung angeschlossen«, informiert Kai Bramhoff, Leiter des Außenbezirks und Projektleiter für die Instandsetzung. »Wenn uns das zeitgerecht gelingt, atme ich vielleicht zum ersten Mal nach mehr als einer Woche für einen kurzen Moment durch«, sagt er.

Mehr als 80 Schiffe warten auf Weiterfahrt

Mehr als 80 Schiffe sitzen nach dem Unfall in der Schleuse Riedenburg fest
Mehr als 80 Schiffe sitzen nach dem Unfall in der Schleuse Riedenburg fest. © WSA Donau MDK

Das Ziel, die Schleuse am Mittwoch, den 19.06.2019 um 22:00 wieder für den Verkehr freizugeben, soll unbedingt erreicht werden. Amtsleiter Guido Zander: »Seit gestern stehen jetzt 59 Güterschiffe und Schubverbände sowie 26 Flusskreuzfahrtschiffe zwischen Regensburg und Nürnberg im Rückstau und warten auf Weiterfahrt. Wir setzen alles daran, am Mittwoch die Schifffahrt auch an der Schleuse Riedenburg wieder möglich zu machen.«

Beim Einfahren in die Schleuse hatte ein Fahrgast-Kabinenschiff eine Spundwand gerammt, sodass sich ein Schleusentor nicht mehr schließen ließ.