Print Friendly, PDF & Email

Mit einer regelmäßigen Wartung und hochwertigen Kraftstoffen kann bei älteren Diesel­motoren die Effizienz gesteigert, der Kraftstoffverbrauch gesenkt und Emissionen um bis zu 50% reduziert werden. Das belegt eine Studie von Lifetime Technologies aus München

Die Wissenschaft ist sich einig: Eine unumkehrbare Erderwärmung ist nur noch abzuwenden, wenn sofort gehandelt wird. Trotz eindringlichen Mahnungen internationaler und anerkannter Experten, trotz der Fridays-for-Future-Bewegung und trotz zahlreichen politischen Absichterklärungen werden die nötigen Klimaziele nur zögernd und nicht konsequent genug umgesetzt.

»Dabei gibt es keinen guten Grund, mit der Senkung der CO2-Emissionen zu warten, wenn wir heute schon die Möglichkeit dazu haben«, erklärt Andreas Löchter, CTO der Firma Lifetime Technologies aus Ismaning bei München. »Die Binnenschifffahrt kann einen erheblichen Anteil zum Klimaschutz leisten«, sagt er. Mit dem heutigen Stand der Technik seien immerhin Emissionseinsparungen von bis zu 50 % möglich, bei Rußpartikeln sogar um bis zu 67%.

Die Lifetime Technologies GmbH im bayerischen Ismaning bei München entwickelt seit mehr als 20 Jahren Lösungen zur Optimierung der Motorleistung, des Kraftstoffverbrauchs und der Umweltverträglichkeit. Das Dienstleistungsunternehmen hat nach eigenen Angaben mit dem Motorreiniger Engine Cleaner Dark (ECD) und dem Kraftstoffzusatz Longlife Diesel Green (LLDg) zwei Produkte im Portfolio, die die Umwelt signifikant entlasten und zugleich für Schiffseigner und -betreiber Kosten einsparen.

Messergebnisse des Unternehmens belegt die Wirksamkeit der Maßnahmen. Die Daten wurden unter anderem an Bord des hessischen Polizeibootes »HE 2« erhoben, das mit zwei MTU-V12-Dieselmotoren mit einer Leistung von je 410 PS bei 2.200 U/min ausgerüset ist. Das 15,40 m lange Boot wurde bereits 1993 in der Schiffswerft ASW in Lübeck gebaut. Aber auch auf Gütermotorschiffen der Rhenus oder der MSG wurden Daten erhoben. »Wir messen ständig«, betont Löchter, »um die Vorteile auch belegen zu können.«

Der Motorreiniger ECD entfernt alle im Motor befindlichen Ablagerungen, die zu erhöhten Emissionen führen, den Treibstoffverbrauch erhöhen und dem Motor schaden. Doch wie kommt es überhaupt zu diesen Ablagerungen (Verschlammungen), und warum sind sie so schädlich für Umwelt und Motor?

Dafür gibt es mehrere Gründe: eine hohe thermische Dauerbelastung, nicht geeignete Motoröle, ein erhöhter Abgaseintrag in das Motoröl sowie Kolbenringe, die nicht mehr richtig abdichten. Die Folge ist ein schlechterer Wirkungsgrad des Motors bei einer Zunahme der Emissionen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist der erhöhte Kraftstoffeintrag im Motoröl. Bei normaler Betriebstemperatur verdampft zwar der Kraftstoff im Öl. Doch bei Dieselkraftstoff mit biogenem Anteil reicht die Öltemperatur nicht, um auch die enthaltenen Fettsäuremethylester (FAME) rückstandslos zu verdampfen. Die FAME reichern sich im Motoröl an, verdünnen es und beeinträchtigen Viskosität und Schmierfähigkeit des Motoröls. Öl, das nicht richtig schmiert, führt auf Dauer ebenfalls zu Schäden am Motor, zu erhöhten Emissionen und einem steigenden Kraftstoffverbrauch.

Abhilfe schafft im ersten Schritt eine effektive Motorspülung, zum Beispiel mit dem Lifetime Engine Cleaner Dark (ECD). Dazu wird zunächst der Motor auf Betriebstemperatur gebracht. Nachdem der ECD dem Motoröl beigemischt wurde, muss der Motor 30 min laufen, danach wird das Öl abgelassen und der Ölfilter ausgetauscht. »In der Regel sind damit alle Ablagerungen entfernt und der Motor ist in nahezu neuwertigem Zustand«, sagt Löchter.

Damit der Motor so sauber bleibt, beziehungsweise Ablagerungen künftig vermieden werden können, sollte dem Dieselkraftstoff regelmäßig ein Zusatz beigemischt werden. »Dafür haben wir das Produkt Longlife Diesel Green (LLDg) entwickelt«, berichtet Löchter. Durch diesen Zusatz erhöhe sich die Betriebstemperatur im Brennraum so weit, dass auch Ablagerungen nahezu rückstandslos verbrennen.

Der Zusatz LLDg reinigt nicht nur den Motor, sondern auch die Emissionen werden verringert. Die von Longlife erfassten Messreihen weisen einen Rückgang um bis zu 50% aus. Die vollständigere Verbrennung des Kraftstoffes erhöhe außerdem die Leistungsausbeute. Das heißt: Es wird weniger Kraftstoff für dieselbe Leistung benötigt. Die nachgewiesene Wirkung tritt im laufenden Betrieb von selbst ein.

Der Preisunterschied gegenüber konventionellem Kraftstoff liegt bei 0,01€ pro Liter Kraftstoff. Dafür aber verlängern sich die Wartungsintervalle und die Lebensdauer der Motoren, wodurch die Schiffseigner wiederum erheblich Kosten einsparen könnten, sagt Löchter.

Zuzfriedene Kunden bestätigen das. Der Partikulier Bernd Ludwig fährt auf seinem GMS »Babetta« (Mitsubishi 1.700 PS, 2.040t) bereits seit mehreren Jahren den Longlife-Diesel: »Im vergangenen Jahr haben wir eine Endoskopie des Motors gemacht, der Zustand ist super. Alles ist in Ordnung, auch die Ölanalysen.«

Der Longlife Diesel green ist von Rotterdam bis runter zum Schwarzen Meer bei vielen Bunkerstationen als bereits vorgemischter Premiumdiesel und als Kraftstoffzusatz im 5-Liter-Gebinde erhältlich. Eine Übersicht der Bunkerstationen, die Longlife Diesel anbieten, findet man unter www.longlifediesel.com


Andreas Löchter

Teilen