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Der nordrhein-westfälische Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, sich beim Bundesverkehrsminister für eine zweite Schleuse in Henrichenburg einzusetzen. Die dauerhafte Erreichbarkeit des Dortmunder Hafens müsse künftig gewährleistet sein, heißt es.

Den Antrag hatte die SPD-Landtagsfraktion gestellt. Dabei sei fraktionsübergreifende Unterstützungsbereitschaft zum Ausdruck gekommen, das Anliegen im Landtag vertiefend zu beraten und dem Sanierungsstau auf nordrhein-westfälischen Wasserstraßen entgegen zu wirken, so der Dortmunder Hafen.

Im Antrag wird die nordrhein-westfälische Landesregierung dazu aufgerufen, beim Bundesverkehrsminister eine zweite Schleusungsmöglichkeit für den Dortmunder Hafen zu fordern. Außerdem gelte es, gegenüber dem Bundesverkehrsminister darauf hinzuwirken, dass die gegenwärtigen Instandsetzungsarbeiten an der Schleuse Henrichenburg, dem einzigen wasserseitigen Zugang zum Dortmunder Hafen, möglichst komprimiert erfolgten. Thematisiert wird auch ein zeitgemäßer Neubau der Schwieringhauser Brücke, die unerwartet unter Denkmalschutz gestellt worden ist. Zahlreiche Redner äußerten sich kritisch über diesen Vorgang.

Mit dem Antrag befassen sich nun die Landtagsausschüsse für Verkehr sowie für Wirtschaft, Energie und Landesplanung. Anfang September erfolgt im Landtag außerdem eine Anhörung, bei der Uwe Büscher als Vorstand des Dortmunder Hafens Stellung zum Zustand der nordrhein-westfälischen Wasserstraßeninfrastruktur beziehen wird.

»Dass sich der nordrhein-westfälische Landtag mit den Zukunftserfordernissen des Dortmunder Hafens befasst, ist ein positives Zeichen für den Logistikstandort Dortmund sowie die vom Hafen abhängigen Unternehmen und Beschäftigten der gesamten Region«, so Büscher. Die Politik habe nun die Chance, in einem Atemzug richtungsweisende Umwelt-, Verkehrs- und Arbeitsmarktpolitik zu betreiben.

Dortmunds kann von Schiffen nicht bedient werden

Noch bis Ende Juli ist die Schleuse Henrichenburg wegen Instandsetzungsarbeiten für den Schiffsverkehr gesperrt und somit die wasserseitige Zufahrt nach Dortmund nicht möglich. Bis Ende November folgt dann ein stark eingeschränkter Betrieb, der sich auf die Abend- und Nachtstunden beläuft. Das schränkt die Nutzung des Dortmunder Hafens, dem größten am Dortmund-Ems-Kanal, in erheblichem Maße ein.