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Das Logistikunternehmen Fiege hat sich im Gewerbegebiet NettPark im Hafen von Emmerich ein 12,5 ha großes Grundstück gesichert. Ein Teil der Fracht könnte zu einem späteren Zeitpunkt auch über den Hafen abgewickelt werden.

Rund 75 neue Arbeitsplätze sollen durch die Ansiedlung von Fiege in Emmerich entstehen. Das Areal gehört zum Hafenverbund DeltaPort Niederrheinhäfen, einem Zusammenschluss der Häfen Wesel/Voerde l (Rhein-Lippe-Hafen Wesel, Stadthafen Wesel, Hafen Voerde-Emmelsum), des Hafens Emmerich und des NIAG-Hafens in Rheinberg-Orsoy.

Auf dem 12,5 ha großen Grundstück stehen Fiege künftig 64.000 m² Logistikflächen zur Verfügung. »Neben weiteren namhaften Logistikern wie BLG mit einer 15 ha großen Fläche sowie der Spedition Convent, die derzeit ihre zweite Fläche in Emmerich bebaut, stärkt Fiege unseren Logistik-Standort enorm«, sagt Udo Jessner, Geschäftsführer des Emmericher Ports. Die Ansiedlung bringe Wertschöpfung durch neue Arbeitsplätze im kaufmännischen und gewerblichen Bereich, durch Steuern und Aufträge.

Zunächst sollen die Logistikaktivitäten der Grevener Fiege Gruppe noch nicht über den Hafen laufen. Von der Erweiterung verspricht sich der Hafenbetreiber jedoch die Option auf zusätzliche Fracht für den Hafen.

Derzeit befinden sich drei Fiege-Hallen mit 32.000 m² Fläche in Emmerich im Bau, die Ende des Jahres in Betrieb gehen sollen. In einem zweiten Bauabschnitt soll kurzfristig eine weitere Hallenfläche mit gleichem Maßstab entstehen.

Trimodalität als Pluspunkt

Von Emmerich aus wird Fiege für seine Kunden alle Absatzkanäle bedienen und Ware für den stationären Handel, den mobilen und den Onlinehandel verschicken. Der Logistiker profitiert dabei auch von der trimodalen Verkehrsanbindung, die der Standort am Rhein bietet.

»Der neue Standort in Emmerich hat für uns eine strategische Bedeutung. Besonders dadurch, dass er optimale Voraussetzungen für die Multichannel-Anforderungen unserer Kunden bietet«, sagt Jan Fiege, Managing Director Real Estate Development bei Fiege.

Nicht nur der Emmericher Hafen, sondern der gesamte Hafenverbund der DeltaPort Niederrheinhäfen erhofft sich durch die Ansiedlung des Logistikers einen Schub.

»Wir treten als gemeinsamer Standort nördlich von Duisburg auf, wobei jedes Mitglied seinen Teil zum Angebotsportfolio beisteuert«, so Jessner. Zusammen böten die drei Standorte ein optimal abgerundetes Angebot und seien stark im Verbund.

»Deswegen profitieren auch die anderen Verbundmitglieder bei einer Verbesserung für einen einzelnen Hafen«, ist Jessner überzeugt. Damit erzielen man als Gruppe mehr Aufmerksamkeit innerhalb der Logistikbranche, fasst der Port-Geschäftsführer zusammen.

Emmerich stärkt diese Rolle durch einen grenz-überschreitenden Containerverkehr, während es in Wesel neben diversen Containerterminals auch einen Schwerlasthafen gibt. Rheinberg-Orsoy kann dagegen mit seinem Massenguthafen wiederum ganz andere Kundenanforderungen bedienen.

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