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Der Dortmunder Hafen kann wieder von Schiffen angelaufen werden. Die Instandsetzungsarbeiten an der Schleuse Henrichenburg sind so weit fortgeschritten, dass der Betrieb in den Abend- und Nachtstunden wieder freigegeben werden konnte.

Nach Angaben des Dortmunder Hafens machten bereits gestern Abend wieder erste Binnenschiffe nach der sechswöchigen Unterbrechung in Dortmund fest.
Die Schleuse Henrichenburg ist die einzige wasserseitige Zufahrt zum Hafen Dortmund. Ihre Funktionsfähigkeit ist daher von entscheidender Bedeutung für den größten westfälischen Hafen.

Wegen der Instandsetzungsarbeiten war das vom Bund betriebene Bauwerk vom 15. Juni bis zum 31. Juli für den Schiffsverkehr komplett gesperrt. Bis zum 18. September erfolgt nun ein »Sonderbetrieb«. Dies bedeutet, dass die Schleusung wegen laufender Grundinstandsetzungsarbeiten nur von sonntags bis freitags in der Zeit von 19 Uhr bis 02:45 Uhr möglich ist.

Wie Marcel Mülle, Leiter der Fachstelle für Maschinenwesen West beim Wasserstraßen-Neubauamt Datteln, informierte, wurden in der Zeit der Vollsperrung u.a. die Antriebs- und Steuerungstechnik der Schleuse erneuert. Zusätzlich wurden die Stahltore mit einem neuen Korrosionsschutz versehen. Auch die Anlagenteile zum Befüllen und Entleeren der Schleusenkammer wurden instandgesetzt.

»Wir sind erleichtert, dass nach sechs Wochen Vollsperrung seit gestern Abend wieder Binnenschiffe in den Dortmunder Hafen einlaufen. Dass der jetzt gestartete Sonderbetrieb der Schleuse auf unser Betreiben hin deutlich verkürzt werden konnte, zeigt, was möglich ist, wenn die betroffenen Unternehmen zusammenstehen und Rückenwind aus der Politik erhalten«, unterstrich Uwe Büscher, Vorstand des Dortmunder Hafens.

Forderung einer zweiten Schleuse wird aufrechterhalten

An der Forderung nach einer zusätzlichen Schleuse halten die Dortmunder aber dennoch fest. »Es kann nicht sein, dass der größte Kanalhafen Europas mit seinen rund 5.000 Beschäftigten regelmäßig vom Bundeswasserstraßennetz abgekoppelt wird. Hier braucht es dringend eine zweite Schleusungsmöglichkeit, die Wirtschaft und Umwelt im östlichen Ruhrgebiet gleichermaßen zu Gute kommen wird«, betonte Büscher. Aus betrieblichen Gründen bekräftigte auch Mülle die Sinnhaftigkeit einer zusätzlichen Schleusungsmöglichkeit.

Nachdem der Rat der Stadt Dortmund sich in diesem Jahr bereits für den Bau einer zusätzlichen Schleuse ausgesprochen hatte, beschäftigt das Thema inzwischen auch den nordrhein-westfälischen Landtag. So beraten aktuell die Landtagsausschüsse für Verkehr sowie für Wirtschaft, Energie und Landesplanung unter anderem darüber, den Bundesverkehrsminister zum Bau einer zusätzlichen Schleuse aufzufordern.

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