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Die Sächsische Dampfschiffahrt aus Dresden ist infolge des Niedrigwassers in Schwierigkeiten geraten. Zukünftige Gewinne sollen dafür genutzt werden, ein finanzielles Polster aufzubauen, schlägt die Geschäftsführung vor.

Vor dem morgigen Treffen mit den Gesellschaftern hat Katrin Hildebrand, Geschäftsführerin der Sächsischen Dampfschiffahrt, an die Gesellschafter appelliert. Es sei nun an ihnen, ihren Teil dazu beizutragen und eine kluge Entscheidung zu treffen. Die Eigentümer und Geldgeber müssen darüber abstimmen, ob künftig keine gewinnunabhängigen Zahlungen mehr an die Gesellschafter ausgeschüttet werden sollen. Den Vorschlag hat die Geschäftsführung unterbreitet. Stattdessen sollten künftige Gewinne zuerst dafür genutzt werden, ein finanzielles Polster aufzubauen.

»Es geht um Arbeitsplätze«, so Hildebrandt. Sollten die Gesellschafter eine Satzungsänderung ablehnen, könnten die Banken bestehende Kredite nicht verlängern oder erweitern, hieß es.

Seit Wochen ist die Dresdner Traditionsreederei wegen des Niedrigwassers nur noch mit wenigen ihrer Schiffe im Einsatz. Wegen zu niedriger Wasserstände waren die historischen Dampfer und zwei moderne Schiffe im Sommer 2018 an 120 von mehr als 220 Tagen nur eingeschränkt unterwegs. An acht Tagen musste der Verkehr komplett eingestellt werden. Im November 2018 lag das Minus nach eigenen Angaben bei 2,2 Mio. €.

Sommerfahrplan tritt in Kraft

Auf das derzeitige Niedrigwasser hat das Unternehmen mit einem angepassten Sommerfahrplan reagiert, der ab August in Kraft tritt. Dieser ersetzt den bisherigen Linienfahrplan (Hauptsaison) und geht bis einschließlich 20. Oktober.

Für diesen Sommerfahrplan/Sonderfahrplan seien die Wendemöglichkeiten an den entsprechenden Elbkilometern sowie die verlängerten Fahrzeiten berücksichtigt worden, so die Reederei. Damit biete man eine höhere Verlässlichkeit nach Außen und Innen.

Zur Flotte der Sächsischen Dampfschiffahrt zählen insgesamt neun Schiffe. Die Raddampfer wurden zwischen 1879 und 1929 gebaut, damit verfügt man nach eigenen Angaben über die älteste und größte Raddampferflotte der Welt.

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