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Das auf die Herstellung steuerbarer Schiffsantriebe fokussierte Unternehmen Schottel mit Hauptsitz in Spay will weltweit 150 Arbeitsplätze abbauen, den Hauptteil davon in Deutschland. Grund ist die schwache Auftragslage, die vor allem auf den Einbruch des Offshore-Geschäfts (Öl- und Gasproduktion) zurückzuführen ist.

Nach Angaben von Schottel sind weltweit 950 Mitarbeiter beschäftigt. Die Zahl soll um 150 reduziert werden. Von dem Arbeitsplatzabbau seien vor allem die Standorte in Spay, Dörth und Wismar betroffen. Hier verlieren dem Unternehmen zufolge 90 der insgesamt 750 Personen ihren Job. Ein Großteil des Stellenabbaus könne mit sozialverträglichen Maßnahmen wie Vorruhestandsregelungen abgefedert werden, heißt es.

Das Geschäftsjahr 2018 ist nach Angaben der Spayer »noch mit einem guten Ergebnis abgeschlossen worden.« Die politische Auseinandersetzung um den internationalen Handel und die damit verbundenen globalen Unsicherheiten würden sich jedoch in einer »massiven Zurückhaltung bei Investitionen und in der Nachfrage von Schiffsantrieben« auswirken.

Um die Position im Wettbewerb zu untermauern, wurde im Unternehmen ein umfassendes Optimierungsprogramm initiiert. Es umfasst sowohl Wachstumsinitiativen als auch Effizienzsteigerungen in den Unternehmensprozessen und -strukturen.

Vor dem Hintergrund der Kernkompetenz Schiffspropulsion seien Wachstumspotenziale in der Hybridtechnik, in intelligenten Datenerfassungs-, Diagnose- und Assistenzsystemen sowie in digitalen Produkten mit Kundenmehrwert identifiziert und strategisch aufgebaut worden. Im Bereich After Sales biete insbesondere der Modernisierungsmarkt mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Zahl von Schottel-Antrieben aussichtsreiches Potenzial, so das Unternehmen.

Das alleine reiche aber nicht aus, weshalb das Unternehmen die »marktgerechten Personalanpassungen« als unausweichlich ansieht.

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