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Mitte Oktober soll der neue Verschluss für das Wehr Viereth eingebaut werden. Über die Wasserstraße gelangt er an seinen Bestimmungsort.

Jetzt geht es Zug um Zug. Anfang Oktober soll die erste neue Stauwand aus 140 t Stahl auf dem Binnenschiff »Julia« in Viereth an. In Papenburg im Emsland wurde der Verschluss gebaut und hat mittlerweile seine Reise über Kanäle, den Rhein und den Main an seinen Bestimmungsort angetreten.

Nachdem im April die alte Wehrwalze ausgebaut wurde, haben umfangreiche Abbruch- und Betonarbeiten stattgefunden. Nur mit einem Mehrschichtbetrieb und Wochenendarbeit hätten die Arbeiten in dem engen Zeitraum durchgeführt werden können, damit die Wehranlage im Winter wieder zur Hochwasserabfuhr einsatzbereit sei, so das Wasserstraßen-Neubauamt (WNA) Aschaffenburg.

Mitte Oktober der anspruchsvolle Einbau des neuen Verschlusses vorgesehen, bei dem mehrere große Mobilkrane den Verschluss zunächst aus dem Schiff, dann auf einen kleineren Schwimmponton und schließlich an seinen vorgesehenen Platz im Wehr heben sollen. Darauf folgen die Anschlussarbeiten und der Probebetrieb.

Das WNA Aschaffenburg führt seit 2014 eine umfangreiche Grundinstandsetzung der Wehranlage Viereth durch. Höhepunkt der erforderlichen Baumaßnahmen ist der Austausch der beiden genieteten Wehrwalzen (30 m Länge, 5,3 m Durchmesser, 130 t Gewicht) in den Jahren 2019 und 2020.

Durch die Grundinstandsetzung wird die Betriebssicherheit der Wehranlage für die kommenden Jahrzehnte gewährleistet und damit auch die Sicherheit des Schiffsverkehrs auf dem oberen Main.