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Sage und schreibe 18 neue Kaskos hatte das Halbtaucherschiff »Black Marlin« geladen, als es Mitte August den Hafen von Rotterdam erreichte. Sie wurden in China gebaut und sind

für die niederländische Werft Concordia Damen in Werkendam bestimmt

Nach eigenen Angaben lässt Concordia Damen die Kaskos aus Kostengründen in Asien fertigen, wenngleich der Markt für diese Schiffe in Europa ist. Der Transport kleinerer Einheiten an Bord eines großen Frachters sei viel effizienter als sie einzeln zu versenden, sagt Bert Duijzer, Technischer Leiter bei Concordia Damen. Auf diese Weise könne man die beim Bau gewonnene Kosteneffizienz an die Kunden in Europa weiterreichen. Darüber hinaus werde so die Umweltbelastung reduziert.

Nach der Ankunft im größten europäischen Seehafen senkte sich das 218 m lange und 42 m breite Halbtaucherschiff ab, sodass der Ponton, auf dem die Kaskos gestapelt waren, wieder Kontakt zum Wasser bekam. Anschließend wurde er in den Waalhaven geschleppt, wo die Fracht gelöscht wurde. Drei Schwimmkrane wurden dafür zuhilfe genommen, der Vorgang dauerte sieben Werktage. Danach wurden die Rümpfe zu Concordia Damen und zu anderen lokalen Werften geschleppt, die die Endausrüstung der Neubauten übernehmen.

Ebenfalls an Bord des 1999 gebauten Spezialschiffs der Reederei Dockwise wurde ein Kranschiff transportiert, das für Damen Shipyards Gorinchem bestimmt war und das über die Breite der fast 38.000 GT großen »Black Marlin« hinausragte. Für dieses stand noch kein Abnehmer fest. Im Gegensatz dazu seien die meisten der Binnenschiffsrümpfe bereits verkauft, nur einen lege man »auf Lager«, so Concordia Damen. Unter anderem waren unter den mit der »Black Marlin« beförderten Kaskos Schiffshüllen für Tanker, die von Fluvia und Sendo Liner XL bestellt wurden.

Die Vorratshaltung verschiedener Schiffstypen ist eine von Damen seit vielen Jahren bewährte Strategie, denn so könne Interessenten eine verkürzte Lieferzeit geboten werden, heißt es.

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