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Aufgabe des Unternehmens PortXchange wird es sein, die Pronto-Plattform und die dazugehörige App für Häfen in aller Welt zugänglich zu machen. Es konnten bereits namhafte Partner gewonnen werden

Die Gründung eines separaten Unternehmens soll Partnerschaften mit verschiedenen Markteilnehmern weltweit ermöglichen. PortXchange wird Pronto gemeinsam mit den strategischen Partnern Shell International Trading and Shipping und A.P. Moller – Maersk in mehreren Häfen außerhalb der Niederlande testen.

PortXchange soll die Effizienz der Hafennutzung steigern und Kunden bei der Reduktion ihrer Emissionen unterstützen, sowohl im Hafen selbst als auch auf dem Transport zwischen verschiedenen Häfen. Dafür bietet Pronto eine gemeinschaftliche Plattform, die von Transportunternehmen, Reedereien, Agenten, Terminals, Hafenbetrieben und anderen (nautischen) Dienstleistungsanbietern genutzt werden kann. Diese Unternehmen können damit sämtliche Abläufe während eines Hafenaufenthalts auf Grundlage des Austausches standardisierter Daten perfekt planen, ausführen und überwachen. Darüber hinaus ermöglicht Pronto die Just-in-Time-Ankunft von Schiffen zum perfekten Zeitpunkt, was die Kohlenstoffemissionen senkt.

Ziel: »intelligentester Hafen«

»Die Gründung von PortXchange bietet eine Plattform, um neue strategische Partnerschaften mit anderen Häfen, Reedereien und Terminals einzugehen. Diese werden darauf ausgerichtet sein, intelligente digitale Lösungen wie Pronto weltweit einzuführen. Der Hafen Rotterdam geht damit einen weiteren Schritt auf seinem Weg mit der Absicht, zum intelligenteste Hafen der Welt zu werden«, heißt es.

Für die erfolgreiche Einführung von Pronto in anderen Häfen ist das gegenseitige Vertrauen der Parteien unerlässlich, damit ein freier Datenaustausch stattfinden kann. Mit der Gründung eines separaten Unternehmens sollen Überparteilichkeit und Unabhängigkeit der Lösung gewährleistet und die Zusammenarbeit zwischen allen Teilnehmern der Supply Chain verbessert werden.

Datenaustausch per App

»Wenn wir unsere App für Häfen weltweit zugänglich machen, können wir das Potenzial digitaler Lösungen zugunsten der maritimen Gemeinschaft optimieren. Je mehr Häfen intelligente Lösungen einsetzen, desto wertvoller werden diese. Die Gründung eines separaten Unternehmens für die globale Einführung von Pronto ist ein ausgezeichnetes Beispiel für eine solche Herangehensweise«, erklärt Allard Castelein, CEO des Hafenbetriebs Rotterdam.

PortXchange hat bereits die ersten Partnerschaftsabkommen mit den Transportunternehmen Shell Shipping & Maritime und A.P. Moller – Maersk unterzeichnet. Castelein: »Pronto wird noch vor Ende des Jahres in vier europäischen und einem US-amerikanischen Hafen eingeführt. In den kommenden Jahren wollen wir Pronto für mehr als 100 Häfen weltweit zugänglich machen. Um Pronto zu weltweitem Erfolg zu verhelfen, sind Partnerschaften mit großen internationalen Playern wie Shell und ­Maersk maßgeblich.«

Zusammenarbeit verbessern

In der Schifffahrt entwickele sich immer mehr ein globales, digital vernetztes End-to-End-Betriebsumfeld, vergleichbar mit Entwicklungen in der Luftfahrt, erläutert Grahaeme Henderson, Vizepräsident von Shell Shipping & Maritime. »Bei Shell kann zum Beispiel unser digitales Onshore-Zentrum für jedes Schiff, das wir betreiben, 500 Datenpunkte pro Sekunde in Echtzeit analysieren. Wir sehen die Möglichkeit, die Effekte der Digitalisierung mit der Beteiligung an Pronto noch zu erweitern, um Hafenabläufe zu optimieren.« Die bisherigen Ergebnisse der Testdurchläufe hätten bereits den großen Nutzen wie gesteigerte Effizienz, reduzierte Brennstoff- und Betriebskosten und niedrigere Emissionen nachgewiesen.

»Es gibt unserer Meinung nach einen beträchtlichen Bedarf und gute Möglichkeiten, die Zusammenarbeit, Kommunikation und Nutzung einzelner Daten zwischen den Hafenbeteiligten zu verbessern, um Auslaufzeiten und Hafenaufenthalte für Schiffe zu optimieren«, erklärt Kent Stig Hagbarth – Head of Operations Execution, Maersk. »Die Pronto-Plattform soll für eine Just-in-Time-Ankunft und einen optimierten Hafenaufenthalt unserer Schiffe sorgen. Mit dem Ziel, nicht nur einer gesteigerten Terminzuverlässigkeit für unserer Kunden, sondern auch, um unsere beabsichtigte Reduktion der CO2-Emissionen umzusetzen.«.

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