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Die Schiffswerft Bolle hat den diesjährigen »Innovationspreis Binnenschifffahrt« erhalten. Geschäftsführer Mario Bolle nahm auf der Messe STL die bereits zum siebten Mal von der Allianz Esa EuroShip gestiftete Auszeichnung entgegen

Als führendes Versicherungsunternehmen einer bedeutenden Transportbranche wie der Binnenschifffahrt habe die Allianz Esa ein hohes Interesse an technischem Fortschritt, denn dieser sichere die Zukunftsfähigkeit dieses Gewerbes, so Denis Holtkamp von der Allianz Esa in seiner Laudatio. Der Preis wird alljährlich von einer Jury verliehen, der neben dem Stifter auch die beiden Fachzeitschriften angehören.

Die Verleihung des Innovationspreises Binnenschifffahrt ist Bestandteil des Forums Binnenschifffahrt, das die Fachmagazine »Binnenschifffahrt« mit Chefredakteur Krischan Förster und die Zeitschrift »Schiffahrt Hafen Bahn und Technik« (SUT) mit Herausgeber Hans-Wilhelm Dünner gemeinsam ausrichten. Es fand zum siebten Mal parallel zur Messe STL in Kalkar statt.

Die Werft Bolle zähle zu den Schrittmachern bei der Entwicklung maßgeschneiderter Fahrgastschifffahrts-Konzepte für die Betreiber von Ausflugs-, Event- und Linienschiffen. Seit der Reprivatisierung 1990 liefen mehr als 200 Schiffe in derben (Sachsen-Anhalt) vom Stapel. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu einer der innovativsten Werften für Fahrgastschiffe mit neuen Antriebskonzepten in Deutschland und Europa entwickelt, so Holtkamp.

Die »Schwielowsee« ist das erste voll-hybride Fahrgastschiff Europas. Hergestellt wurde es für die Weiße Flotte Potsdam. Seit April dieses Jahres befördert das 41 m lange und 6,50 m breite Personenschiff bis zu 250 Gäste auf den Seen und Wasserstraßen in Berlin und Brandenburg. Angetrieben wird es von zwei Elektromotoren mit jeweils 120 kW. Sie beziehen den Strom aus einem Lithium-Ionen-Akkublock, der während der Liegezeit geladen wird. Während einer längeren Fahrtphase stehen Dieselgeneratoren zur Verfügung. Sie werden mit dem synthetischen, paraffinischen Kraftstoff Shell GTL Fuel Marine betrieben.

Geschäftsführer Mario Bolle nahm den Preis mit Stolz entgegen. »Die Auszeichnung ist für uns eine Anerkennung für die Arbeit des gesamten Werftteams«, sagte der Werftchef. Er sieht darin auch eine Würdigung der Lebensleistung seines in diesem Jahr verstorbenen Vaters und langjährigen Werftleiters Lothar Bolle.

Neue Werfthalle im Bau

Bolle will im Anfang des zweiten Quartals 2020 eine neue Werfthalle eröffnen. Die Erdarbeiten dafür haben in dieser Woche begonnen. Mit 50 x 18 m hat die neue Halle die identische Größe der bestehenden. Sie sei aber 3 m höher, so der Werftchef.

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