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Gute Nachrichten für die Nutzer des Albertkanals in Flandern: Ab dem kommenden Jahr wird dort auch an Sonntagen geschleust – ohne Aufpreis.

Der knapp 130 km lange Albertkanal verbindet den Antwerpener Hafen mit dem Hinterland. Über diese künstliche Wasserstraße gelangen Schiffe beispielsweise in die Provinz Limburg und die Region Lüttich. Jährlich werden auf dem Albertkanal rund 40 Mio. t Güter transportiert.

Das enorme Wachstum der Containerbinnenschifffahrt und der 24/7-Wirtschaft entlang des Albertkanals haben nach Angabe der Antwerpener Hafenbehörde zur Folge, dass die Nachfrage nach Schleusendiensten an Sonn- und Feiertagen in den vergangenen Jahren stark gestiegen ist.

Zusatzgebühren für Wochenendnutzung entfallen

Der Albertkanal bei Geel. © Wikipedia/Michiel Verbeek

Aufgrund einer Analyse, sowie einer Umfrage bei den Stakeholdern hat der Vorstand des flämischen Wasserstraßenverwalters De Vlaamse Waterweg beschlossen, ab dem 2. Januar 2020 die Schleusen des Alberkanals täglich rund um die Uhr zu bedienen, ohne zusätzliche Gebühren dafür zu erheben. Es wurde auch entschieden, dass zukünftig keine Gebühren mehr für die Sonntagsöffnung der Schleusen an anderen Stellen des flämischen Wasserstraßennetzes entrichtet werden müssen.

Die Antwerpener Hafenbehörde setzt sich seit Jahren für die Binnenschifffahrt als nachhaltige und effiziente Transportalternative für die Straße ein und hat diesbezüglich in enger Zusammenarbeit mit der Branche zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Attraktivität dieses Verkehrsträgers zu erhöhen.

Die erweiterten Dienste auf dieser ausschlaggebenden Wasserstraße böten den Unternehmen die notwendige Flexibilität, um ihre Waren tagtäglich rund um die Uhr auf Binnenschiffen transportieren zu können, so die Belgier.