Hans-Heinrich Witte (r.) und Martin Köther, Leiter des neuen WSA Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal
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Kaum ist das achte neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Weser in Betrieb gegangen, folgt mit der neuen Einrichtung für den Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal die Nummer neun.

Rund 750 Beschäftigte sind nun zuständig für den Mittellandkanal (MLK), mit rund 320 km die längste künstliche Wasserstraße in Deutschland. Zusammen mit den Stichkanälen des MLK – z.B. Hildesheim, Salzgitter, Osnabrück, Linden – und dem Elbe-Seitenkanal (ESK) umfasst das Zuständigkeitsgebiet des neuen Amtes rund 500 km. Dies sei der größte künstliche Wasserstraßenbereich in Deutschland, so die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV).

Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) nahm die Eröffnung vor. »Das wird ein starkes Amt für ein großes Revier mit besonderen Herausforderungen. Die Nutzer der Wasserstraßen werden davon profitieren«, so Witte.

Der Mittellandkanal und der Elbe- Seitenkanal sind ein wesentliches Bindeglied für die Anbindung der Deutschen Seehäfen an das europäische Binnenwasserstraßensystem.

Zu den Aufgaben des neuen Amtes zählen der Neubau der Leitzentrale Minden, der Anschluss von sieben Schleusenanlagen und einem Schiffshebewerk an die Leitzentrale Hannover und die Grundinstandsetzung des Schiffshebewerks Lüneburg. Es geht aus den bisherigen Ämtern Minden, Braunschweig und Uelzen hervor, die als Standorte erhalten bleiben. Hinzu kommt der Standort Hannover mit dem Sitz der Fachstelle für Geoinformation und Geoinformatik.

Leiter des neuen WSA MLK / ESK ist Martin Köther. Köther hat zuvor bereits 14 Jahre lang das WSA Uelzen geleitet und parallel dazu in den vergangenen zwei Jahren auch das WSA Braunschweig.

Im Zuge der Neustrukturierung reduziert die WSA die Anzahl der Ämter von zuvor 39 auf 17.