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Die schwedischen Häfen Stockholm und Mälarhamnar wollen den nachhaltigen Transport voranbringen und Waren zwischen dem neuen Hafen Norvik Port und den Mälarhamnar-Häfen in Västerås und Köping künftig mit Binnenschiffen transportieren.

Die Zusammenarbeit habe das Ziel, das Angebot in den Häfen zu erweitern und gute Voraussetzungen für den Binnenschiffsverkehr zu schaffen, ähnlich wie das auf europäischen Flüssen der Fall sei, heißt es.

Die im neuen schwedischen Hafen Norvik Port angelieferten Waren sollen mit Binnenschiffen weitertransportiert werden. © Ports of Stockholm

Norvik Port ist ein neuer Frachthafen südlich von Stockholm, der von Ports of Stockholm errichtet wird. Die Eröffnung ist im Mai vorgesehen. Durch seine Lage soll er neue Möglichkeiten für einen effizienten und nachhaltigen Transport in der wachsenden Großregion Stockholm schaffen. Gleichzeitig gibt es auch in den Häfen von Mälarhamnar Projekte, um den Umschlag größerer Gütermengen zu ermöglichen. Dazu gehören die Erweiterung der Hafengebiete, die Renovierung der Kais und der Bau neuer Lagergebäude.

Um Güter in größtmöglichem Umfang auf dem Seeweg zu transportieren, gehen Mälarhamnar und die Ports of Stockholm nun eine Zusammenarbeit ein, mit dem Ziel, die Binnenschifffahrt zwischen beiden Standorten zu fördern.

»Wir stehen dieser Zusammenarbeit äußert positiv gegenüber«, sagt Johan Wallén, Marketing- und Verkaufsleiter bei Ports of Stockholm. Der neue Hafen Norvik Port böte eine einzigartige Gelegenheit, die Binnenschifffahrt mit Hilfe von Lastkähnen zwischen dem neuen Standort und den Häfen von Mälarhamnar zu ermöglichen.

Damit Reedereien, Speditionen und Ladungseigner den Binnenschiffsverkehr betreiben und nutzen können, müssen die Häfen in einer Kette zusammenarbeiten, damit Wasserwege für diesen Zweck genutzt werden«, sagt Carola Alzén, CEO von Mälarhamnar AB. Deshalb sei es wichtig, dass jeder einen Teil dazu beiträgt und man gemeinsam die notwendigen Schritte unternimmt, damit dieser Verkehrträger in Schweden Realität werde.

Neun von zehn Gütern kämen auf dem Seeweg in Schweden an. Der Großteil davon sei für den Großraum Stockholm bestimmt, heißt es. Wenn diese Güter direkt zum Stockholmer Hafen Norvik und dann weiter in den Mälaren-See und die Häfen von Mälarhamnar transportiert werden könnten, könnte die Belastung des bereits überlasteten Straßen- und Schienennetzes im Großraum Stockholm verringert werden. Die Binnenschifffahrt trage zu einer nachhaltigeren Infrastruktur auf dem Landweg bei, bekräftigen die Schweden.