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Im bayernhafen Regensburg ist ein neuer Kran im Einsatz. Es handelt sich um eine Materialumschlagmaschine von Liebherr. Das Gerät mit der Bezeichnung LH 60 M Industry ist das erste seiner Klasse, das die Anforderungen der Abgasstufe V erfüllt

Die neue Liebherr-Materialumschlagmaschine LH 60 M Industry ist prädestiniert für den Einsatz im Hafenumschlag. Mit seinem 11,50m langen Ausleger und 8,80m langen Stiel bietet sie eine Reichweite von bis zu 20m. Dadurch kann sie einen verhältnismäßig großen Arbeitsbereich abdecken.

Mit einer Traglast von bis zu 7t bei 15m Ausladung kann entsprechend viel Material umgeschlagen werden. Hierzu zählen vor allem Schüttgüter wie Düngemittel, Getreide und Sande sowie Stückgüter wie Big-Bags oder Maschinenteile.

Für die unterschiedlichen Einsatzbereiche im bayernhafen Regensburg stehen entsprechende Liebherr-Anbauwerkzeuge wie Zweischalengreifer, Mehrschalengreifer, Holzgreifer sowie Lasthakentraversen zur Verfügung. Dank des vollhydraulischen und elektrischen Schnellwechslers MH 110 B sei ein sekundenschneller Werkzeugwechsel von der Fahrerkabine aus möglich, so Liebherr. Dies führe zu einer Steigerung der Produktivität und somit zu einer erhöhten Flexibilität der Materialumschlagmaschine.

Ein weiterer Vorteil des Liebherr-Schnellwechselsystems MH 110 B sei der Aspekt der erhöhten Sicherheit: da der Werkzeugwechsel von der Fahrerkabine aus möglich sei, hielten sich während des Wechsels keine Personen im Gefahrenbereich auf. Hierdurch sei ein sicherer und schnellerer An- und Abbau der Anbaugeräte gewährleistet, sagt der Hersteller.

Ausgestattet ist die Materialumschlagmaschine mit einem 190 kW / 258PS starken Liebherr-4-Zylinder Reihenmotor. Zusammen mit dem serienmäßigen und patentierten Energierückgewinnungssystem ERC des Kranspezialisten, das für eine Krafstoffersparnis von bis zu 30% sorgen soll, erreicht die Maschine eine Systemleistung von insgesamt 334kW. Durch diesen zusätzlichen, am Ausleger montierten Gaszylinder würden schnelle, effiziente und homogene Arbeitsspiele ermöglicht.

Zur serienmäßigen Ausstattung gehört auch die Leerlaufautomatik. Durch wird die Motordrehzahl auf Leerlaufniveau abgesenkt, sobald der Kranführer die Hand vom Joystick nimmt und somit keine hydraulische Funktion aktiviert ist. Sobald sich die Hand dem Hebel wieder annähert, aktivieren Näherungssensoren in den Kreuzschalthebeln die ursprüngliche Motordrehzahl. Somit steht die vorherige Drehzahl also sofort wieder zur Verfügung. Dadurch ergibt sich neben der Kraftstoffeinsparung auch eine Reduzierung der Geräuschentwicklung. Mit der optional verfügbaren automatischen Motorabschaltung können die Betriebskosten weiter gesenkt werden.

Dank des mobilen Unterwagens kann die Maschine an den verschiedenen Kaianlagen im gesamten Hafengebiet in Regensburg eingesetzt werden.

Der bayernhafen Regensburg ist einer von sechs Hafenstandorten der bayernhafen-Gruppe, die daneben die Häfen Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Passau umfasst. Jährlich werden insgesamt rund 9Mio.t Güter per Schiff und Bahn umgeschlagen.

Im Hafen Regensburg steht eine Fläche von 185ha zur Verfügung. Er fungiert als Drehscheibe für den Güterverkehr im gesamten ostbayerischen Raum. Der Hafen ist trimodal angebunden und bietet daher den Unternehmen der Region gute Voraussetzungen für Im- und Exporte.

»Wir sind Verknüpfungs-Experten zwischen den Verkehrsträgern Binnenschiff, Bahn und Lkw«, sagt bayernhafen-Geschäftsführer Joachim Zimmermann. Übergeordnetes Ziel sei die faire Arbeitsteilung der Verkehrsträger – denn nur wenn die Verkehrsträger nach ihren Stärken eingesetzt würden, kann die Verkehrsverlagerung gelingen. Gleichzeitig verstehen wir uns als integratives Moment zwischen Industrie-, Fachhandels- und Dienstleistungs- Unternehmen an unseren Standorten und in den sie umgebenden Wirtschaftsregionen.

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