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Um künftig mehr Platz für Ideen und Entwicklungen zu haben, baut Fischer Abgastechnik am Hauptsitz in Emsdetten die Kapazitäten aus

Eines der Kerngeschäfte der Fischer-Gruppe aus dem Münsterland ist die Abgasreinigung. Seit mehr als 20 Jahren ist das Unternehmen in diesem Bereich tätig. Ein weiteres Standbein ist die mobile Feuerlöschtechnik

Derzeit verdreifacht Fischer seine Kapazitäten am Hauptsitz in Emsdetten. Es entsteht ein Neubau, der im April fertiggestellt sein soll. Hier gibt es künftig dann mehr Platz für Ideen, neue Entwicklungen, Prüfstandbereiche und Filterservice. Der Neubau beinhaltet ein neues Bürogebäude mit einer Fläche von 800m2 und eine neue Fertigungshalle, deren Fläche das Unternehmen mit mehr als 1.000m2 angibt.

Das Unternehmen verfügt über ein breites Produktportfolio. Das Angebot umfasst Rußpartikelfilter und Katalysatoren, Thermomanagementsysteme wie das in Eigenregie entwickelte Brennersystem HeliosFFB für Motorengrößen bis 1.000 kW oder das E-Power-System. Bei dem im Hause entwickelten HeliosFFB-System handelt es sich um ein Vollstrombrennersystem, das in den Abgasstrang montiert wird und durch direkte Befeuerung das Motorenabgas von einem niedrigen Temperaturniveau auf eine Zieltemperatur von 300°C bis 650°C anheben kann.

DeNOx-Entstickungssysteme zählen ebenfalls zum Angebotsspektrum. Zudem besitzt Fischer eine eigene Konstruktions-, CFD- und FEM-Abteilung, die sowohl die Entwicklung als auch die Vorbereitung der Anlagen unterstützt. Jedes Brenner-, E-Power- und SCR-System werde vorab im Haus auf dem Teststand aufgebaut, so das Unternehmen.

Um aktuelle und künftige Emissionsgrenzwerte einzuhalten, sei eine individuelle Zusammenstellung der Abgasnachbehandlung von entscheidender Bedeutung, so das Unternehmen. Um das Prinzip der Nachhaltigkeit effizient auf neue oder bestehende Anlagen für den Non-Road mobilen Bereich anzuwenden, hat sich das Ingenieurteam auf kundenspezifische Sonderlösungen spezialisiert.

In Ochsenhausen hat Fischer eine Zweigstelle gegründet. Diese Niederlassung rückt den Montageservice in den Fokus. Dadurch werde sichergestellt, dass auch im Süden Deutschlands ein Monteur in kurzer Zeit beim Kunden sein könne, heißt es.

Bislang kommen nach eigenen Angaben über 100 Rußpartikelfilter- und 50 SCR-Systeme der Emsdettener auf Binnenschiffen zum Einsatz. Die »Jenny«, auch bekannt unter dem Namen »MS Wissenschaft«, wurde ebenfalls ausgerüstet. Durch die neue SCR-Anlage können nun die EU-V/IMO-Tier-III-Grenzwerte für Stickoxide unterschritten werden. Mit einer Ausstellung, passend zum Thema des jeweiligen Wissenschaftsjahres, besucht die »Jenny« viele Städte und lädt zum Ausprobieren und Mitmachen ein. Ab März ist das Schiff als Musikfrachter unterwegs.

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