Krisenfall Covid-19

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Covid-19. Diese Kombination von fünf Buchstaben und zwei Ziffern versetzt die Welt derzeit in Aufruhr. Was als neues (tödliches) Coronavirus in China auftauchte, verbreitet sich derzeit rasend schnell und erfasst immer mehr Länder. Und damit letztlich die gesamte globalisierte Wirtschaft und alle logistischen Prozesse, die sie verbinden. Noch ist nicht absehbar, wann und wie es endet. Es bleibt zu hoffen, dass es bald gelingt, ohne immer neue Todesopfer.

Da rückt das alljährliche Hochwasser an der Mosel – und demnächst auch am Rhein? – fast schon in den Hintergrund, obwohl auch diese wiederkehrenden Wetterkapriolen gemeistert werden müssen. Denn Covid-19 lässt den globalen Warentransport stocken.

Wenn Container in den Seehäfen ausbleiben oder nicht abtransportiert werden können oder halb Norditalien unter Quarantäne gestellt wird, dann merken das unmittelbar die Operateure im Hinterland. Nicht zufällig hat duisport als größter europäischer Binnenhafenbetreiber einen Krisenstab gebildet. Die Bundesregierung diskutiert bereits finanzielle Entlastungen für betroffene Unternehmen oder einen erleichterten Zugang zur Kurzarbeit, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern.

Bei aller Tragik darf sich der Blick aber nicht nur auf die Auswirkungen des Coronavirus richten, direkt vor der Haustür bleiben genug unerledigte Hausaufgaben. In dieser aktuellen Ausgabe finden Sie ein »Spezial« zum Wasserbau in Deutschland. Wir zeigen auf, wo es überall klemmt, wo überall gebaut wird und welche Forderungen das Bau- wie auch das Binnenschifffahrtsgewerbe an die Politik haben. Denn ohne eine leistungsfähige Infrastruktur lassen sich weder alternative Transportwege erschließen, Mengenverluste aufhohen oder gar Güter von der Straße holen. Es bleibt viel zu tun, ob nun disruptive Faktoren von außen wirken oder aber Versäumnisse aus der Vergangenheit behoben werden müssen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht


Krischan Förster

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