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Als multimodale Drehscheiben sind Binnenhäfen für die europäischen Lieferketten von entscheidender Bedeutung. Das gilt insbesondere jetzt in der Corona-Krise. Damit sie weiter funktionieren können, muss der Warentransport trotz geschlossener Grenzen sichergestellt sein.

Konkret fordert die Europäische Vereinigung der Binnenhäfen (EFIP) im Zusammenhang mit den Grenzschließungen die zuständigen europäischen und nationalen Behörden auf, dafür zu sorgen, dass die Grenzen für den Transport von Gütern offen bleiben und die ununterbrochene Versorgung mit Gütern über die Grenzen hinweg zu erleichtern.

Die EFIP sei sehr besorgt über Berichte über Beschränkungen, die derzeit für die Binnenschifffahrt zwischen den EU-Grenzen gelten. Solche Fälle von Unterbrechungen in der Lieferkette würden ernsthafte negative Auswirkungen haben, und das zu einem Zeitpunkt, an dem kritische Lieferketten aufrechterhalten und unterstützt werden müssten.

»In dieser herausfordernden Zeit müssen die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, um sicherzustellen, dass Europa weiterhin seine Bürger beliefert, und die Binnenhäfen sind für diese kritischen europäischen Lieferketten von zentraler Bedeutung. Wir betonen daher die Notwendigkeit, dass die Mitgliedsstaaten diese Rolle anerkennen und ihre Maßnahmen und Richtlinien entsprechend aktualisieren«, sagt EFIP-Präsident Friedrich Lehr.

Die europäischen Binnenhäfen überwachten die Situation seit den ersten Berichten über Störungen und hätten Notfallpläne für multimodale Transporte und Personal eingeführt. Die Binnenhäfen wüden weiterhin ihre Rolle spielen und fordern, dass »nationale und europäische Behörden ebenfalls ihre Rolle spielen, um sicherzustellen, dass sie ihre kritischen Funktionen weiter ausüben können.«

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