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In Berlin ist das Forschungsprojekt »Select« gestartet worden. Neue digitale Systeme sollen Transportabläufe mit Binnenschiffen verbessern.

Federführend in dem Projekt ist der Fachbereich Logistik der TU Berlin. Weitere Partner kommen aus der Schifffahrt (Deutsche Binnenreederei (DBR), Imperial Shipping und Modal 3 Logistik) sowie aus der Hafenwirtschaft (Behala, duisport).

»Select« (Smarte Entscheidungsassistenz für Logistikketten der Binnenschifffahrt durch ETA-Prognosen) wird im Rahmen der Initiative IHATEC vom Bundesverkehrsministerium drei Jahre lang gefördert.

Ziel ist es, durch Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) einen digitalen Entscheidungsassistenten zu entwickeln, der den Akteuren in der Binnenschifffahrt eine Optimierung von Transportverläufen durch die Bereitstellung von Ankunftszeitprognosen (ETA) in See- und Binnenhäfen und situationspezifische Handlungsempfehlungen ermöglicht.

Das soll die Wettbewerbsfähigkeit dieses Verkehrsträgers steigern, heißt es. Für die KI-Prognosen werden neben Inland-AIS-Daten verschiedene weitere Datenquellen berücksichtigt. Derzeit bestünden noch hohe Ineffizienzen aufgrund einer fehlenden zeitlichen Synchronisation der einzelnen Prozesse, insbesondere von den Reedereien, Häfen und Spediteuren.

Trotz der vor einigen Jahren erfolgten Einführung der Inland-AIS-Infrastruktur für die Verfolgung von Binnenschiffen besteht bei der Planung und Steuerung wasserseitiger Logistikketten weiterhin eine hohe Unsicherheit. Dies sei durch die vielen dynamischen Einflussfaktoren begründet, z.B. Wasserstände und Schleusenauslastungen, die auf die Transportverläufe wirken und bisher keine verlässlichen Prognosen zu den Ankunftszeiten erlauben. Die Einbindung innovativer Datentechnologien soll das ändern, heißt es.

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