SBO-Häfen nutzen die guten Wasserstände der Elbe

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Die Häfen der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) liefen zuletzt auf Hochtouren. Ziel ist es, die wegen der Corona-Krise weggefallenen Transporte teilweise zu kompensieren und den angesiedelten Unternehmen mit mehr als 1.500 Mitarbeitern die nötige Unterstützung und Sicherheit für die anstehenden Aufgaben zu geben. Hierzu seien umfangreiche Maßnahmen getroffen worden. Aktuell fänden verstärkt Schiffstransporte, auch zwischen Tschechien und Deutschland, statt, teilten die SBO mit. So warteten im Hafen Riesa an einem einzigen Tag im März fünf Schiffe auf ihre Be- oder Entladung mit Getreide, Containern und Düngemitteln.

Auch die Containerversorgung sei vollumfänglich sichergestellt. Die unternehmenseigene Lkw-Flotte sei rund um die Uhr im Einsatz, um entstehende Engpässe in der Ver- und Entsorgung der Industrie und dem Handel zu minimieren. Dafür seien die Fahrzeuge mittlerweile auch direkt in Richtung Seehäfen unterwegs.

Im Containerservice- und Instandsetzungsbereich im Hafen Riesa herrschte ebenfalls Hochbetrieb, da die Handelsunternehmen dringend Wechselbehälter für den Transport der Waren benötigen. Dies sichere die SBO mit ihrem Partner Seaco ab. Das alles müsse vor allem unter der Prämisse erfolgen, dass die Mitarbeiter möglichst geschützt bleiben, um gesund zu bleiben. Auch hier seien besondere Vorkehrungen und Maßnahmen getroffen worden.

In den tschechischen Häfen seien die Herausforderungen um ein Vielfaches höher, hieß es weiter. Durch die generelle Ausgangsperre müssten besondere Maßnahmen getroffen werden. Alle tschechischen Kollegen sind ausnahmslos im Einsatz und sorgen mit dem Umschlag und der Verladung von Getreide, Düngemitteln, Kohle, Asphalt und Produkten für die Fahrzeugindustrie dafür, dass die Transportströme sowohl in Tschechien als auch Richtung Deutschland funktionierten.

Selbst im Industriehafen Roßlau müsse nunmehr parallel zur bestehenden Bausituation der Umschlag von dringend benötigten Materialien für den Stahlbau und die Nahrungsmittelindustrie erfolgen, um Transportengpässe abzubauen. »Wir werden uns den Herausforderungen stellen und damit unseren Beitrag leisten, auch wenn er sicherlich im Vergleich zu den hohen Herausforderungen im medizinischen Bereich eher klein ist«, erklärte SBO-Geschäftsführer Heiko Loroff.

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