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Nach dem Verkauf der Imperial-Flotte an die Kölner HGK bahnt sich eine weitere Großfusion an: Die Duisburger Rhenus PartnerShip greift nach der Deutschen Binnenreederei (DBR).

Beim Bundeskartellamt läuft bereits der Genehmigungsantrag. Demnach will die Rhenus PartnerShip alle Anteile und die Flotte der Deutschen Binnenreederei (DBR) von dem bisherigen Eigner OT Logistics aus Polen übernehmen. Die Verhandlungen laufen bereits seit Herbst 2019 und stehen dem Vernehmen nach kurz vor dem Abschluss.

Bis zum 30. Juni hat Rhenus PartnerShip noch Zeit, so lange wurde dem Duisburger Unternehmen laut polnischen Quellen Exklusivität zugesichert. Der Kaufpreis für die OT-Anteile (81,08%) und die schwimmenden »Assets« soll den Angaben zufolge bei insgesamt 19,6 Mio. € liegen.

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Rhenus galt bereits beim Verkauf der Imperial-Flotte als möglicher Interessent, den Zuschlag erhielt bekanntlich die HGK. Stattdessen baut die Rhenus, die über rund 300 Schiffeinheiten disponiert, ihre Marktpräsenz im Osten aus, nachdem sie im Oktober 2018 bereits die tschechische Binnenschiffsreederei ČSPL übernommen hatte.

Die einstige DDR-Staatsreederei DBR wurde vor 70 Jahren gegründet, nach der Wende privatisiert und gehört seit 2007 mehrheitlich zur polnischen OT Logistics (bis 2012 Odratrans Group). Sie ist traditionell besonders stark auf den ostdeutschen Wasserstraßen und im Container-Hinterlandverkehr mit Hamburg präsent. Seit Jahren gab es Gerüchte, dass die Binnenreederei verkauft werden könnte.


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