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Am 11. März ist der Präsident des Vereins zur ­Hebung der Saaleschifffahrt e.V, Manfred­ ­Sprinzek, im Alter von 75 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.

1996 war Manfred Sprinzek eines der Gründungsmitglieder des Vereins zur Hebung der Saale­schifffahrt e.V. (VHdS) und war langjähriger Vorreiter für den Ausbau der Saale zu einem verlässlichen Teil des europäischen Wasserstraßennetzes. Er leitete den Verein zunächst als Geschäftsführer, von 1998 bis 2016 übernahm er den Posten des Vorsitzenden bzw. Präsidenten des VHdS.

In diesen Funktionen setze er sich mit viel Herzblut und Engagement für die Bundeswasserstraße Saale und das Gesamtsystem Elbstromgebiet ein. Als Interessenvertreter der Wirtschaft warb er intensiv für die Förderung und Wiede­belebung der Binnenschifffahrt in der Saaleregion. Sein Ziel war es, den Schifffahrtsweg Saale als ehemals geplanten Südflügel des Mittellandkanals unter den heutigen Verhältnissen wieder zu einem leistungsfähigen und ganzjährig nutzbaren Schifffahrtsweg zu machen und Mitteldeutschland so an das europäische Binnenwasser­straßennetz anzuschließen.

Einer seiner größten Erfolge war für ihn der Erhalt des Status »Bundeswasserstraße« für die Saale. Um die Aktivitäten für eine wirtschaftliche Nutzung der Elbe und Saale zu bündeln, initiierte er die Integration der Ziele des VHdS in den Elbe Allianz e.V. Er und sein Verein kämpften unermüdlich für einen Saale-Seiten-Kanal von Barby bis Calbe mit einer Schleuse bei Trognitz, um die Saale vollschiffig an die Elbe anzuschließen und die hinderliche Stromschnelle bei Trapitz zu umgehen. Leider ­vergeblich. Als der Bundesverkehrswegeplan 2030 die Saale und den Saale-Seiten-Kanal in den sogenannten erweiterten Bedarf herabstufte, resignierten die wichtigsten Verlader, die 2,3 Millionen Gütertonnen auf der Saale verschiffen wollten, und traten aus dem VHdS aus. Diese Entscheidung brach auch das Herz des unermüd­lichen Kämpfers Manfred Sprinzek.

Der Vorsitzende der Elbe Allianz e.V., Stefan Kunze, verabschiedete Manfred Sprinzek mit den Worten: »Wir danken Manfred Sprinzek für das, was er in vielen Jahren unermüdlichen Kampfes für die Wasserstraße Saale und die Wirtschafts­region Halle–Leipzig–Bernburg geleistet hat.«

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