v.l.: Lars Hörnig (kaufm. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister Achim Hütten, Jan Deuster (techn. Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach), Oberbürgermeister der Stadt Neuwied Jan Einig, Nina Porz sowie Ralf Pastoors der Stadtverwaltung Neuwied bei der gemeinsamen Vereinbarungsunterzeichnung. © Meta Wellling
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Einige Anreiner des Hafens Andernach fühlen sich seit geraumer Zeit durch Lärmemissionen belästigt. Nun hat man sich darauf verständigt, Schüttgüter nur noch am Tage zu verladen, darüber hinaus werden zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen getroffen.

Vor allem Bürger aus der benachbarten Stadt Neuwied aus den Ortsteilen Feldkirchen und Irlich fühlen sich durch die Lärm, den die Güterverladung verursacht, gestört.

Ausgelöst durch die Genehmigung zur Errichtung einer zweiten Containerbrücke im Rheinhafen Andernach, wurden, parallel zur Klage der Stadt Neuwied gegen eben diese Genehmigung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD), in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen zwischen Vertretern der Stadt Neuwied und den Verantwortlichen der Stadtwerke geführt.

Beide Seiten hätten aber Kompromissbereitschaft signalisiert, heißt es. So habe nach dem Austausch der gegenseitigen Erwartungen und Möglichkeiten zur Vermeidung von Geräuschen eine gemeinsame Vereinbarung getroffen werden.

Als Ergebnis der Verhandlungen mit der Stadt Neuwied im Sinne ihrer betroffenen Bürger verpflichten sich die Stadtwerke Andernach in dieser Vereinbarung über die behördliche Genehmigung hinaus, freiwillig in der Regel auf geräuschintensive Schüttgutverladung in den Nachtstunden zu verzichten.

Darüber hinaus installiert der Hafenbetreiber weitere technische Einrichtungen zur Lärmreduzierung an Siloanlagen und Verladefahrzeugen. Schließlich etablieren die Stadtwerke zudem organisatorische Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, unterschiedliche Geräuschemissionen zu verhindern, zu bestimmten Zeiten zu vermeiden und Geräuschspitzen zu mildern.

Neuwied klagt nicht mehr gegen Containerbrücke

Die erzielten Effekte sollen durch regelmäßige Messungen auf Kosten der Stadtwerke dokumentiert und in regelmäßig vereinbarten gemeinsamen Gesprächen mit Vertretern der Stadt Neuwied besprochen werden. Im Gegenzug zieht die Stadt Neuwied die Klage gegen die Genehmigung der Containerbrücke zurück und informiert den Andernacher Hafenbetreiber künftig schon frühzeitig über Planungen und Entwicklungen, die für den Hafenbetrieb im Hinblick auf die Thematik Geräuschemissionen relevant sein könnten.

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig und sein Andernacher Kollege Achim Hütten, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Andernach ist, betonen einvernehmlich: »Durch den Abschluss dieser Vereinbarung gelingt es uns, die unterschiedlichen Interessensschwerpunkte angemessen zu berücksichtigen. Für die von den Geräuschemissionen unmittelbar betroffenen Anwohner erhoffen wir eine spürbare Entlastung. Gleichzeitig wird der regional bedeutsame Logistik-Standort in Andernach seiner Aufgabe auch in Zukunft gerecht werden können.«

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