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Auf der Spree in Berlin rund um das Regierungszentrum ist jetzt die »The Pioneer One«

im Einsatz. Das von der Lux-Werft gebaute Schiff wird für redaktionelle Zwecke genutzt

Die Überlegung, journalistische Beiträge an Bord eines Schiffes zu fertigen, ist bisher einzigartig in Deutschland. Die Idee dazu hatte Media Pioneer Publishing um Gründer Gabor Steingart mit Sitz in Berlin. In dem Namen »The Pioneer One« des auf der Lux-Werft in Mondorf am Rhein gebauten Schiffes, findet sich also nicht nur der Eigner wieder, gleichzeitig drückt er auch ein gewisses Pionierdasein aus.

Der 40m lange und 7m breite Neubau wird elektrisch angetrieben. Emissionen entfallen dadurch und die Motorengeräusche werden auf ein Minimum reduziert. Damit passt das Schiff bestens in das Konzept der Berliner, die die Emissionen auf ihren Wasserstraßen reduzieren wollen. Die Vibrationen und die Geräuschkulisse zu reduzieren, seien neben dem Brandschutz die größten Herausforderungen für die Werft gewesen, so der Schiffbaubetrieb. Gerade eine moderate Geräuschkulisse zu schaffen, sei für den Kunden eine der Prioritäten gewesen.

Die »The Pioneer One« hat Mitte April die Werft verlassen und befindet sich seither in Berlin. Sie ist nun der neue Sitz der Redaktion von Media Pioneer Publishing. Zusätzlich soll der Neubau zugänglich für Leserinnen und Leser sein. Ebenso seien Liveübertragungen und Veranstaltungsformate mit bis zu 100 Teilnehmern geplant. Insgesamt bietet das Schiff Platz für 200 Gäste. Seine feste Liegestelle hat der Neubau im Berliner Nordhafen.

Projektleiterin für das Redaktionsschiff ist die gebürtige Amerikanerin Chelsea Spieker. Sie betreut das Projekt seit den ersten Planungsskizzen im August 2018 bis zum Stapellauf im Frühjahr. Künftig wird sie den Schiffsbetrieb managen.

Die technischen Spezifikationen sind für den täglichen Einsatz auf der Spree und allen Binnengewässern der Zone 4 ausgelegt. Auf dem Schiff befinden sich TV-Übertragungsmöglichkeiten und ein Podcast-Studio.

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