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Die größten Gastanker ihrer Art fahren künftig für Ineos auf dem Rhein.

Drei von vier Neubauten wurden jetzt in Dienst gestellt, ein viertes Schiff folgt noch. Imperial war Partner beim Bau, dann folgte der Verkauf an die Kölner HGK

Die neuen Gastanker sollen künftig Butangas aus dem ARA-Raum (Antwerpen-Rotterdam-Amsterdam) an die Cracker-Anlage von Ineos in Köln liefern. Außerdem sollen sie von Ineos Trading & Shipping für Handelsgeschäfte in Europa eingesetzt werden.

Die Tanker wurden in Zusammenarbeit mit Imperial Gas Barging bestellt und gebaut. Sie sind den Angaben zufolge nicht nur die größten, sondern auch die modernsten Schiffe ihrer Art auf dem Rhein. Sie haben die dreifache Kapazität gegenüber typischen Gastankern und wurden, erstmals, vollständig nach dem neuen ADN-2019-Gastanker-Standard gefertigt.

Die Neubauten stammen von zwei niederländischen Werften – der Teamco-Werft in Heusden und von Veka Shipbuilding in Werkendam. Die Gastanks wurden von der Barlage GmbH geliefert, angetrieben werden die Tanker von einem Pod-System von Veth, die an die Stelle des üblichen Wellenantriebs treten. Den technisch-nautischen Betrieb übernimmt Imperial Gas Barging.

Drei der Schiffe haben bereits Namen und heißen »Aloo«, »Brinjal« und »Onion«. Ein vierter Neubau soll im Verlauf des Jahres folgen. In den Designs gibt es kleinere Unterschiede: Die von Teamco gebauten »Aloo« und »Brinjal« sind 110m lang, 15m breit und verfügen über sechs Ladetanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 4.446m³. Die Veka-Schiffe, darunter die »Onion«, sind bei gleicher Länge mit 17,50m deutlich breiter und können in sechs Tanks insgesamt 5.538m³ aufnehmen.

Diese Gastanker sind Teil eines laufenden Investitionsprogramms bei Ineos mit einem Volumen von insgesamt 5Mrd. $, um mit Ethan aus den USA die Gas-Cracker in Europa zu versorgen. Die Tanker sollen vornehmlich zwischen einer neuen Import-Anlage im Hafen von Antwerpen und dem Ineos-Standort in Köln pendeln.

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