MV-Werften-Wismar
Foto: MV Werften
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Für die dringend benötigte Zwischenfinanzierung bei den MV Werften haben Banken und Bürgen nun 175 Mio. € freigegeben. Vom Bund sollen weitere Hilfen sollen kommen.

Die beteiligten Banken und Bürgen haben 175 Mio. € aus einem Guthabenkonto, der sogenannten »locked box«, für die MV Werften freigegeben. Das Unternehmen braucht liquide Mittel, um in den Monaten Juli bis September den eigenen Finanzierungsbedarf abzudecken.

»Der erste Meilenstein ist erreicht. Damit können ausstehende Rechnungen von Zulieferern bedient werden«, kommentierte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe die Entscheidung. Mit der Auszahlung soll heute begonnen werden. Anschließend gelte es, mit diesem Rückenwind die Schiffbaugruppe mit Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund wieder in sicheres Fahrwasser zu bringen«, so Finanzminister Reinhard Meyer.

Der asiatische Eigner Genting Hong Kong hat als Sicherheit für Krisensituationen während des Baus und des Betriebes der Neubauten der Global Class rund 260 Mio. € auf dem Guthabenkonto hinterlegt. Das Konto ist an 17 Banken verpfändet, die an der Finanzierung der Schiffe beteiligt sind.

Für die Öffnung wurde die Zustimmung der Banken und Bürgen, zu denen auch das Land Mecklenburg-Vorpommern zählt, benötigt. Die Bankenseite hat nun mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit grünes Licht gegeben.

Wirtschaftsminister Glawe vewies darauf, dass jetzt der nächste Schritt folgen müsse. Die MV Werften haben  aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes weitere Finanzhilfen in Höhe von 570 Mio. € beantragt. So soll der Bau der Kreuzfahrtschiffe für Genting finanziert werden.

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