Der Hamburger Hafen hat 2017 nicht nur an Ladung, sondern auch ein paar seiner Feederdienste an die Wettbewerbshäfen verloren
Ein Feederschiff im Hamburger Hafen. © Wägener
Print Friendly, PDF & Email

Die Halbjahresbilanz des Hamburger Hafens steht unter dem Eindruck der Covid-19-Pandemie. Nach sechs Monaten fehlen 12 % Umschlagvolumen gegenüber dem Vorjahr, auch bei der Containermenge.

Hamburg verliert im Containerumschlag erneut deutlich mehr als die konkurrierenden Westhäfen. Während Antwerpen die Menge zuletzt sogar minimal um 0,4% steigern konnte und Rotterdam die Einbußen bei -3,3% im Rahmen halten konnte, muss Hamburg einen Rückgang von -12,4% auf 4,1 Mio. TEU hinnehmen.

Der Stückgutumschlag lag bei 42,5 Mio. t (-12,2%) und der Massengutumschlag bei 18,7 Mio. t (-11,7%). Beide Bereiche blieben damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Den größten Volumenrückgang gab es beim Import (33,7 Mio. t, -16,3%). Im Export (27,5 Mio. t, -6,1%) lesen sich die Zahlen etwas freundlicher.

»Uns erfreut die Entwicklung natürlich nicht. Der pandemiebedingte Umschlagrückgang ist aufgrund der weltweit schwachen Konjunktur und der teilweise eingestellten oder nur sehr verzögert laufenden globalen Lieferketten wie erwartet im zweiten Quartal stärker ausgefallen als in den ersten drei Monaten«, sagt Axel Mattern, Vorstand bei Hafen Hamburg Marketing (HHM). Der Hafen sei aber weiter voll betriebsfähig.

Beim Containerumschlag mit den vom Volumen her wichtigsten zehn Handelspartnern des Hamburger Hafens verlief die Entwicklung in den ersten sechs Monaten sehr unterschiedlich. Sechs Länder weisen deutlich zweistellige Rückgänge auf, darunter vor allem Hamburgs wichtigster Handelspartner China (-16,4%), aber auch Russland (-14,9%), Schweden (-13,3%), Südkorea (-14,4%), Dänemark (-2,7%) und Polen (-10,5%).

Teilen: