Die rund 5,2 km lange Stromkaje in Bremerhaven. Foto: Hero Lang
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Bremerhaven meldet im Containerumschlag einen Rückgang um -4,8%. Damit hat man weniger Einbußen als Hamburg, doch der Weg aus der Talsohle heraus ist weit.

Im ersten Halbjahr wurden an den Weser-Terminals insgesamt 2,36 Mio. TEU geladen oder gelöscht. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 4,8 %. Im Juni lag der Umschlag bei 375.000 TEU, auch das waren rund 30.000 TEU weniger als vor Jahresfrist.

Zum Vergleich: Hamburg hatte erst jüngst Einbußen von -12,4 % nach sechs Monaten gemeldet, in Rotterdam waren es -3,3 %. Antwerpen konnte bis einschließlich April dagegen leicht um +0,4 % zulegen.

Bremen hatte allerdings bereits 2019 deutliche Verluste erlitten, vornehmlich durch den Abzug der Transatlantik-Dienste der »THE Alliance« um Hapag-Lloyd von der Weser an die Elbe mit einem Jahresvolumen von rund 0,5 Mio. TEU. Nach 5,45 Mio. TEU im Jahr 2018 musste man an der Weser 2019 einen Rückgang auf 4,86 Mio. TEU hinnehmen.

Noch gravierender sind die Einbußen im Fahrzeugumschlag, wo die Absatzschwierigkeiten der Hersteller in der Coronakrise voll durchschlagen. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden nur noch 695.268 Einheiten gegenüber 1,09 Mio. Einheiten im Vorjahr verladen. Das entspricht einem Minus von 36,3 %.

Insgesamt wurden in den Häfen in Bremerhaven und Bremen 34,5 Mio. t im ersten Halbjahr umgeschlagen. Das Volumen liegt damit -4,3 % unter dem des Vorjahres. Das Stückgut ging um -2,1 % und das Massengut um -18,2 % zurück.

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