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Die größte Binnenschiffsgenossenschaft der Niederlande schluckt die kleinere Aqua Navis. Fahrtgebiet und Marktanteile sollen wachsen

Die NPRC, die heute schon 120 Mitglieder zählt, übernimmt das Befrachtungsunternehmen Aqua Navis. Man hofft auf Synergieeffekte und eine größere Transportsicherheit, vor allem aber werde die eigene Marktposition auf dem Rhein-Schelde-Korridor zwischen Rotterdam, Gent und Paris gestärkt, heißt es.

In Folge der Coronakrise und einer stagnierenden Wirtschaft sei das Frachtvolumen zurückgegangen, der Wettbewerb innerhalb der europäischen Binnenschifffahrt habe daher noch an Schärfe gewonnen. In diesem unsicheren Markt gebe es nur zwei Möglichkeiten: konkurrieren oder kooperieren. Letzteres sei bei der NPRC seit ihrer Gründung 1935 ein Teil der DNA.

Die ersten Gespräche zwischen NPRC und Aqua Navis hätten schon lange vor dem Ausbruch von Covid-19 stattgefunden, berichtet jetzt Femke Brenninkmeijer, die neue Geschäftsführerin der NPRC. Gerade in einer Krise müsse man überlegen, wie man die Transportsicherheit und Auftragslage in einem möglichst großen Fahrgebiet verbessern könne.

»Der Ladungsmix der beiden Genossenschaften passt gut zusammen. Das schafft Synergieeffekte sowohl für uns als auch für die Kunden«, sagt Henk Schipper, Chef von Aqua Navis. Der Zusammenschluss von NPRC und Aqua Navis schaffe auch mehr Möglichkeiten, Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam anzugehen.

NPRC transportiert jährlich 12 Mio. t Trockenladung auf den europäischen Binnengewässern. Mit einem Umsatz von 90 Mio. € ist es das größte niederländische Binnenschifffahrtsunternehmen.

Aqua Navis befördert rund 700.000 t im Jahr, hauptsächlich auf niederländischen, belgischen und französischen Gewässern. Der Umsatz beläuft sich auf etwa 5 Mio. €. Darüber hinaus wickelt Aqua Navis die Befrachtung für die Genossenschaft ELV (European Logistics Transport Cooperative) ab.

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