Sächsische Dampfschiffahrt, River AG, Straubhaar
© Hillmann
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Rettung für die berühmte Dresdner Flotte: Die Schweizer United Rivers AG aus Basel übernimmt die insolvente Sächsische Dampfschiffahrt (SDS).

Der Erwerb wurde durch das Bundeskartellamt freigegeben. Damit ist der Weg für eine Übernahme des Dresdner Traditionsunternehmens frei. Zu Details will sich das Unternehmen am Mittwochmorgen in Dresden äußern.

Die United Rivers AG hatte sich als einer von drei Bietern im Vorfeld mit dem Freundeskreis der Weißen Flotte in Verbindung gesetzt, um das Konzept für eine mögliche Übernahme zu präsentieren. Dieses sei »äußerst vielversprechend«, hieß es.

Die Schweizer Firma unter Geschäftsführer Robert Straubhaar, die auch Eigner das Fahrgastreederei KD (Köln-Düsseldorfer) ist, hat nach eigenen Angaben rund 100 Schiffe in der betreuten Flotte und beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist auf das Management von Passagierschiffen und die dazugehörigen Dienstleistungen spezialisiert.

Die nach zwei Niedrigwasser-Perioden in die roten Zahlen gerutschte SDS ist seit Juni in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Geschäftsbetrieb wird seither weitergeführt. Die Sächsische Dampfschifffahrt fährt mit neun zwischen 1879 und 1929 gebauten Raddampfern sowie zwei modernen Fahrgastschiffen und gilt als älteste und größte Raddampferflotte der Welt.

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