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Die Neuss-Düsseldorfer Häfen unterstützen Pilotprojekt des Start-up-Unternehmens H2ope. Der »River Whale« fischt Plastikmüll aus dem Wasser

In den Neuss-Düsseldorfer Häfen wird jetzt Plastik-Müll aus dem Wasser gefischt. Der »River Whale« wurde jüngst offiziell in Betrieb genommen. Das französischen Start-up-Unternehmen H2ope hat sich bei der Entwicklung seines schwimmenden Geräts am Prinzip der Barten eines Wales orientiert.

Etwa 8 Mio. t an Plastikmüll gelangen n laut einer in der Zeitschrift »Science« veröffentlichten Studie im Jahr 2010 in die Ozeane. Rund 80 % dieser Abfälle leiteten Flüsse den Meeren zu. Der Idee, diesen Abfall aus dem Wasser zu sammeln, bevor er sich in den Meeren unkontrolliert ausbreitet, haben sich die Gründer von H2ope verschrieben.

Der »Flusswal« filtert das Wasser und hält den Plastikabfall in seinem »Maul« zurück. Der Abfall bleibt an den bei V-förmig angeordneten schwimmenden Fangarmen hängen, um anschließend an Land recycelt zu werden. Die Arme können variabel 2 m-5,50 m weit geöffnet werden und reichen bis zu 70 cm unter die Wasseroberfläche. Fixiert durch Gewichte, passt sich der Flusswal zudem schwimmend der Wasseroberfläche an.

Das Gerät benötigt keinen eigenen Antrieb und ist daher komplett klimaneutral. Das für das Gerät verwendete Material ist der HDPE-Kunststoff (Polyethylen mit hoher Dichte), ein neutrales Material mit einer Lebensdauer von etwa 15 Jahren, das umweltfreundlich mit anderen Kunststoffab­fällen recycelt werden kann.

»Wir freuen uns, dass das Team von H2ope seinen River Whale bei uns im Düsseldorfer Hafen einsetzt und haben mit einem direkten Wasserzugang über unseren Steiger geholfen«, sagt NDH-Geschäftsführer Sascha Odermatt. Den Kontakt zu H2ope haben die Initiatoren der Rhine-CleanUp-Projekte hergestellt, zu denen bereits seit einigen Jahren Kontakt besteht. »Uns als Hafenunternehmen liegen der Umweltgedanke und die Sauberkeit unserer Hafenbecken sehr am Herzen«, sagt Odermatt.

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