Mainz, Solarfähre
Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt übergibt Förderbescheid an Stadtwerke-Vorstandsvorsitzenden Daniel Gahr und Oberbürgermeister Michael Ebling (© MWVLW-RLP)
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Mit einer Machbarkeitsstudie soll der Einsatz einer batterie-elektrischen Solarfähre zwischen Mainz und Mainz-Kastel untersucht werden.

Initiatoren sind die Mainzer Stadtwerke und das Kompetenzzentrum Intelligente Mobilität (KIM). Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Studie mit rund 59.000 €. »Eine Solarfähre über den Rhein wäre ein großer Gewinn für Mainz und Wiesbaden«, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt bei der Übergabe des Förderbescheids. Die anderen 50% der Projektkosten trägt die Mainzer Stadtwerke AG.

Bei diesem Projekt solle nicht nur die technische Auslegung oder die erforderliche Infrastruktur für eine Solarfähre untersucht werden. Es gehe auch darum, ob und wie eine solche Fähre sinnvoll in den öffentlichen Nahverkehr integriert werden könne, erklärte Stadtwerke-Vorstand Daniel Gahr. Eine emissionsfreie Solarfähre könnte für Autofahrer eine klimafreundliche Alternative sein beim Weg über den Rhein.

Mit der Machbarkeitsstudie werden die Einsatzmöglichkeiten, die technischen Anforderungen und rechtlichen Voraussetzungen sowie die wirtschaftlichen Aspekte für den Betrieb einer hochautomatisierten batterie-elektrischen Solarfähre für den Transport von Personen und Fahrrädern untersucht. Im Bereich von freifließenden Binnenwasserstraßen bestünden derzeit kaum Erfahrungswerte. Bisher hätten die hohe Fließgeschwindigkeit des Rheins, der starke Schiffsverkehr und fehlende Antriebe den Einsatz solcher Fähren eingeschränkt.

Die mögliche Streckenführung der Fähre ist Teil der Untersuchung. Sie soll eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV-System der Stadt werden und könnte auch die gegenseitige Anbindung der Bahnhöfe Mainz-Römisches Theater und Mainz-Kastel verbessern.

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