Das neue Polizeiboot für Ems und Dortmung-Ems-Kanal. Foto: Polizei NRW
Print Friendly, PDF & Email

Zuwachs für die Polizei-Flotte auf dem Dortmund-Ems-Kanal und der Ems: in Münster ist heute der Neubau »WSP 15« getauft worden. Er ersetzt das gleichnamige Schiff, das 42 Jahre in Betrieb war.

Die Abteilungsleiterin der Polizei im Innenministerium NRW hat in Begleitung des Innenministers Herbert Reul die Taufe des neue Polizeibootes auf den Namen »WSP 15« vorgenommen. In der bundesweit einzigen Polizeiwerft in Münster ließ Daniela Lesmeister – so wie die Schifffahrtstradition es vorsieht – eine Flasche Sekt an der Bordwand des Bootes zerschellen.

Das frisch getaufte Kanalstreifenboot löst im Wachbereich Münster seinen in die Jahre gekommen Vorgänger ab, der 42 Jahre im Dienst war. »Das größte Polizeirevier in NRW braucht zur Bewältigung der Aufgaben eine moderne Flotte«, so die Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels. Die Wasserschutzpolizei, die auf 900 km schiffbaren Wasserstraßen in NRW und Zuständigkeitsbereichen in Niedersachsen für Sicherheit und Ordnung sorgt, gehört dem Polizeipräsidium in Duisburg an unter Leitung von Polizeidirektor Björn Ekhoff.

Zwei 350 PS starke Motoren werden nun das 13,4 t schwere, 14 m lange und 4 m breite Polizeiboot auf dem Dortmund-Ems-Kanal und der Ems antreiben. Für eine bessere Erkennbarkeit sorgt eine Folierung im neuen Neondesign.

Ein Jahr lang haben die Bootsbauer der Siemer Jachtservice Hunte-Ems GmbH in der Werft in Barßel-Reekenfeld an dem 1,1 Mio. € schwerem Projekt geschraubt und gefeilt – bis die frisch der Neubau als eines von 23 Streifenbooten und einem trailerbaren Boot zu Wasser gelassen wurde.

Mit dem neuen Schiff werden die Wasserschutzpolizisten der Wache Münster unter anderem zur Aufnahme von Unfällen auf dem Kanal und der Ems fahren, Schiffskontrollen durchführen und den Umschlag sowie Transport gefährlicher Güter überwachen.

Nicht zu vergessen sei noch eine besondere Saisonaufgabe: Strahlender Sonnenschein und Hitze ziehen jedes Jahr zahlreiche Erholungssuchende an Flüsse und Kanäle. Einhorn-Badeinseln, Stand-up-Paddler und Schwimmer machten es allerdings der Berufsschifffahrt schwer. Und hinterlassener Müll an den Ufern sei nicht nur Umweltverschmutzung, sondern für Tiere und Menschen gefährlich. Die Beamten der Wasserschutzpolizei würden nicht müde, Jahr für Jahr auf die Gefahren des Badens in schiffbaren Gewässern hinzuweisen und beispielsweise auch Umweltverstöße zu verfolgen.

Teilen: