Ein Flusskreuzfahrtschiff von A-Rosa auf dem Rhein. © A-Rosa Flussschiff
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Die diesjährige Kreuzfahrtsaison stand deutlich im Zeichen der Corona-Pandemie. Begonnen hatte sie erst im Juli, nun ist sie schon wieder beendet. Was bleibt ist vor allem die Hoffnung, aber auch die Zuversicht in Bezug auf das Jahr 2021.

Anfang November sind die letzten Kabinenschiffe in ihr Winterquartier gefahren und es sei unsicher, ob das eine oder andere Schiff nochmals für die beliebten »Adventsfahrten« aktiviert werde, so die IG RiverCruise, der sich seit der Gründung im Jahr 2000 viele namhafte Flusskreuzfahrtanbieter angeschlossen haben.

Amerikanische Anbieter bleiben an Land

Der Verein zieht deshalb schon jetzt ein Fazit der kurzen und sehr speziellen Flusskreuzfahrten-Saison 2020. Die seit Juli 2020 teilweise verkehrenden Schiffe der IG-Mitglieder hätten vornehmlich Gäste aus Europa an Bord genommen, die im Sommer keinen Reisebeschränkungen unterlegen hätten. Gäste aus Übersee habe es in diesem Jahr keine gegeben, heißt es. Deswegen seien Flotten der amerikanischen Reedereien (zum Beispiel Avalon, Amawaterways, Viking, Scenic, Tauck und Uniworld) nicht zum Einsatz gekommen. Über die Zahl der beförderten Passagiere ist nichts bekannt.

Dass Schiffsreisen überhaupt möglich waren, lag an dem Hygienekonzept, das von der IG RiverCruise ausgearbeitet worden war. Bis auf einen Vorfall ganz am Ende der Saison, bei welchem der Grund der Ansteckung nicht zwingend auf dem Schiff stattgefunden habe, seien praktisch keine Ansteckungen von Gästen auf den eingesetzten Schiffen vermeldet worden, heißt es.

Bei Coronafällen schnell reagieren

Ebenso sei die Crew permanent geschult und geschützt worden. Bei einigen positiven Fällen hätten die Reedereien gemäß des Konzeptes sofort reagiert und die betreffenden Crewmitglieder oder auch ganze Besatzungen sofort ausgewechselt und in Abstimmung mit den Behörden Quarantänemassnahmen umgesetzt. So hätten Ansteckungen auf den Schiffen, die auch bei der Desinfizierung und der Reinigung einen Höchststandard geboten hätten, vermieden werden können.

Die Mitglieder der IG RiverCruise seien zuversichtlich, dass das Erlebnis »Flusskreuzfahrt« zur neuen Saison im Frühjahr 2021 wieder im normalen Umfang angeboten werden könne. Das EU-weit anerkannte Hygienekonzept werde basierend auf den Erfahrungen in 2020 noch weiter optimiert, sodass Passagiere wie auch Crewmitglieder bestmöglich geschützt Flussreisen im kommenden Jahr durchführen könnten. Einschränkungen gibt es dann, wenn die Destinationen beziehungsweise Anlegeorte Schiffsreisende nicht zulassen könnten oder wollten. Aber auch dort werde – so die Hoffnung der IG Mitglieder – eine Entspannung erwartet.

Über die IG RiverCruise

Um die Interessen der Flusskreuzfahrt-Reedereien (Operator) zu vertreten, wurde im Jahre 2000 die Interessengemeinschaft IG RiverCruise gegründet. Inzwischen ist sie ein eingetragener Verein mit Sitz in Basel und vertritt rund 240 Flusskreuzfahrtschiffe (63 % vom europäischen Markt). Neben der Vertretung gemeinsamer, grundsätzlicher, für die Flusskreuzschifffahrt relevanter Interessen und Anliegen der Mitglieder gegenüber Dritten sieht sich die IG RiverCruise zugleich als Ansprechpartner und Repräsentant der europäischen Flusskreuzfahrtbranche.

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