»Flaschenhals« in der Oststrecke wird beseitigt

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Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) wird für größere Schiffen ausgebaut, der jährlich von rund 30.000 Schiffen genutzt wird. Damit gilt die künstliche Wasserstraße als meistbefahrene ihrer Art auf der Welt. Während der Coronakrise ist die Zahl Schiffspassagen jedoch zurückgegangen. Deshalb wurde die Befahrensabgabe vorübergehend ausgesetzt.

Rund 500Mio. € investiert der Bund in den kommenden zehn Jahren in die 20 km lange Strecke zwischen Kiel und Großkönigsförde, insgesamt fließen mehr als 2,6 Mrd. € in Erhalt und Ausbau des Kanals, der Nord- und Ostsee miteinander verbindet. Vorbereitende Arbeiten gab es bereits ab Dezember 2019. Vorgesehen sind jetzt die Verbreiterung des Kanals auf eine Mindestsohlbreite von 70 m und die Vergrößerung der Radien enger Kurven, damit Schiffe künftig leichter passieren können.

An dem bis 1895 erbauten NOK wurde von 1965 bis 2001 ein umfangreiches Anpassungs- und Sicherungsprogramm durchgeführt: Die Weststrecke von Brunsbüttel bis zur Weiche Königsförde wurde auf eine Sohlbreite von 90m erweitert. Von der Weiche Königsförde bis zum Binnenhafen Kiel-Holtenau (Kanal-km 80-96) wurde auf eine Querschnittsvergrößerung zunächst verzichtet. Dieser Abschnitt, noch heute mit den Abmessungen von 1914, hat sich für den Schiffsverkehr zu einem »Flaschenhals« entwickelt, da die Einheiten immer größer werden.

»Der Ausbau der letzten Engstelle des Nord-Ostsee-Kanals wird für die internationale Schifffahrt zu deutlichen Verbesserungen führen«, so Bundesminister Andreas Scheuer, der zum symbolischen ersten Spatenstich angereist war. Jede Investition in den NOK sei damit aktiver Klimaschutz und stärke die deutsche Wirtschaft.

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