Technolgie von Voith sorgt für den Antrieb der neuen Fähren auf dem Genfer See. © Voith
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Voith liefert jeweils zwei Voith Linear Jets (VLJ) und vier Voith Inline Thruster (VIT) für zwei hybride Personenfähren, die für den Einsatz auf dem Genfer See bestimmt sind.

Beauftragt wurden die Schiffe von der Reederei CGN (Compagnie générale de navigation sur le lac Léman), den Zuschlag bekam Shiptec, ebenfalls aus der Schweiz. Mit den neuen Fähren will der Betreiber die Transportkapazität zwischen Lausanne in der Schweiz und den beiden französischen Städten Evian-les-Bains und Thonon-les-Bains auf der Südseite des Genfer Sees deutlich erhöhen.

Für den Hauptantrieb der Fähren sorgen jeweils zwei VLJ 1140, die in den Schiffrumpf integriert sind und den Hersteller zufolge somit einen geringen Tiefgang zwischen 1,4 m und 1,6 m ermöglichen. Das Manövrieren erfolgt durch jeweils zwei VIT 550-110 am Bug und jeweils zwei VIT 380-60 am Heck der Fähren. Die vollelektrischen RIM-Drive-Querstrahler verfügen über einen integrierten Elektromotor.

Mit einer Länge von 61,3 m und einer Breite von 11,4 m bieten die Schiffe Platz für jeweils 700 Passagiere, von denen etwa 600 eine Sitzgelegenheit haben. Nach Angaben der Schweizer ermöglicht das hybride Antriebskonzept eine Lastspitzenkappung bei hohen Energiebedarfsspitzen und schaltet unter Last in Ufernähe auf einen rein elektrischen Betrieb um. Mit einer Antriebsleistung von 920 kW pro Dieselmotor und 224 kW pro Elektromotor erreichen die Fähren eine maximale Geschwindigkeit von 19 kn.

Vorproduktion beginnt in Kürze

Die Vorproduktion der ersten Rumpfteile ist für Ende 2020 geplant. Im Sommer 2021 soll die Montage in der Werfthalle der CGN in Lausanne beginnen. Die Inbetriebnahme der ersten Fähre für die Verbindung Evian-les-Bains nach Lausanne ist Ende 2022 vorgesehen, die zweite Einheit für die Verbindung Thonon-les-Bains nach Lausanne soll im Herbst 2023 folgen.

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