Der Eisbrecher »Seewolf« bei der Arbeit auf dem Mittellandkanal © WSV
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Jüngst ist die Schifffahrt auf dem Rhein wieder aufgenommen worden, die wegen Hochwassers eingestellt war, da ruht nun auf dem Mittellandkanal (MLK) und Elbe-Seitenkanal (ESK) der Schiffsverkehr. Der Grund hier: Eisbildung.

Seit gestern um 18 Uhr ist die Schifffahrt auf dem MLK gesperrt und auch auf dem ESK fahren aktuell keine Schiffe. Auf beiden Kanälen bildet sich aufgrund des strengen Frosts immer mehr Eis. Wegen der anhaltend niedrigen Temperaturen mache der Eisaufbruch keinen Sinn, heißt es. Die Eisbrecher die normalerweise auf diesen stehenden Gewässern im Einsatz sind, werden nun an Elbe und Weser beordert, um dort die Sicherheit zu gewährleisten. Hier sollen sie verstärkt an Wehren zum Brechen der Eisschollen eingesetzt werden, um den Druck von den Anlagen zu nehmen. Zwar bildet sich auch auf Elbe und Weser immer mehr Eis, die Schifffahrt ist aber noch möglich, anders als auf der Oder, wo der Verkehr eingestellt werden musste.

Auch auf dem an den MLK angrenzenden Dortmund-Ems-Kanal (DEK) fahren noch Schiffe. Hier gelingt es den Eisbrechern bisher, ein komplettes Zufrieren der Wasserstraße zu verhindern. Gleiches gilt auf dem Küstenkanal.

Anhaltend niedrige Temperaturen erwartet

Wann sich die Lage entspannt, ist derzeit nicht absehbar. Vielmehr droht auch DEK, Küstenkanal, Elbe und Weser zusätzliches Eis, denn Meteorologen erwarten eine Fortdauer des strengen Frostes bis weit in die kommende Woche hinein. Prognostiziert werden Temperaturen von bis zu -20 °C.

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